Jugendschutz auf Minecraft-Servern

Dieses Thema im Forum "Diskussion" wurde erstellt von Sabi, 28. Juni 2016.

  1. Sabi
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    Sabi

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    Hallo

    wie einige von euch vielleicht wissen steht Minecraft aktuell im Fokus der Medien. Hintergrundgeschichte siehe Bild.de
    Jetzt würde ich gerne von euch wissen, wie ihr sowas verhindern wollt. Ich denke hier steht jeder Serverbetreiber*in in der Verantwortung.

    Unser Vorgehen:
    • Öffentliche und private Chats werden geloggt und sind dem Team zugänglich.
    • Chats werden nach Schlagwörtern durchsucht
    • Aktiver Austausch mit den Eltern, ihre Kinder über mögliche Gefahren aufzuklären
    Aktuell gibt es Überlegungen für neue Teammitglieder (alles ab Moderator*in) :
    • Polizeiliches Führungszeugnis verlangen
    • Basiskurs Pädagogik / Wochenendseminar
    Wie seht ihr das? Was plant ihr? Würd mich freuen von euch zu hören.

    lg Sabi
     
    #1
  2. Baba43
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    Baba43 Ehem. Teammitglied

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    Daran ist jetzt aber nichts neu oder? Sowas kann überall passieren und hat mit Minecraft nichts zu tun. Ich bezweifle sehr stark, dass die Schuld oder Verantwortung hier bei den Betreibern irgendwelcher Communities zu suchen ist. Sonst müsste jedes Forum, jeder Gameserver, jeder Teamspeak Server usw. die Nutzer mit entsprechenden Hinweisen nerven.

    Ob das erlaubt ist?

    In meinen Augen unrealistisch.

    In meinen Augen unrealistisch. Wer macht denn bitte bei sowas mit?

    Ich denke man könnte neuen Spielern ein Buch mit grundlegenden Verhaltensregeln im Internet geben, welches entsprechende Hinweise enthält. Ansonsten würde ich diesem Thema keine besondere Bedeutung schenken.
     
    #2
  3. DJKhaled
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    DJKhaled

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    Mhh. NSA 2.0 ? die überwachen uns schon genug, also würde ich es nicht so toll finden wenn auch noch mein lieblings Server mich ausspionieren würde.

    Wie willst du denn mit den Eltern in Kontakt treten? Via IP Adresse? Ich würde euch nicht meine Telefonnummer anvertrauen.

    Kann man mal machen

    Mhh,
     
    #3
  4. Lui9iGamer
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    Lui9iGamer

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    Lui9iGamer
    Minecraft ist halt einfach ein Spiel wo die Spannweite des Alters sehr weit reicht. Von kleinen Kindern, die gerade ein zweistelliges Alter erreicht haben, bis zu Erwachsenen >30. Daher kann sowas vorkommen, nur sollte man nicht unbedingt im Spiel den Schuldigen suchen.

    Aber zu deinen Vorschlägen:
    Das macht der Server doch schon von alleine, zumindest die meisten. Aber dem Team zugänglich machen, kann man, aber nur wenn beim Filtern etwas aufgefallen ist.
    Für das Durchsuchen bin ich auch, aber dann nur nach Schlagwörtern und nur vom Server und ohne Speicherung der nutzlosen.
    Also ich meine damit das der Server die Nachricht durchsieht und wenn er sie für bedenkenlos hält, niemand zeigt.
    Nur Nachrichten die die SW beinhalten, sollen den Teammitgliedern gezeigt werden.

    Gruß
    Lui9i
     
    #4
  5. LordRazen
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    LordRazen

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    LordRazen
    Auf die Gefahr hier gleich der A**** zu sein: Ich denke nicht, das Serverbetreiber in irgendeiner Art hier in der Verantwortung sind und ich finde den Gedanken zwar löblich, hier administrativ tätig zu werden, aber meiner Meinung nach sind die Überlegungen völliger Blödsinn. Polizeiliches Führungszeugnis!? Gehts noch!? Ich soll mir für ein Spiel sowas organisieren... und Pädagogik-Seminar!? Ernsthaft - ich hab besseres zu tun als mir Sachen anzuhören die ich schon kenne.

    Die Sache ist doch die: Leute die sowas vorhaben suchen gezielt nach Möglichkeiten, unter dem Radar ihre Kontakte herzustellen. Wenn ein Server dann hier besondere Maßnahmen ergreift und eventuell sogar damit wirbt, dann ist man als mögliche Location für sowas doch auch schon raus. Wir zum Beispiel werben damit für ältere Spieler da zu sein und auch ein erwachsenes Team zu haben - würdest du dir einen solchen Server aussuchen wenn du solche Vorhaben hast oder doch den Kiddie-Server mit dem Owner der auch erst 12 ist?

    Aus meiner Sicht gibt es hier durchaus jemand der handeln hätte können - die Eltern. Ich sage nicht das sie daran schuld sind, aber es ist hauptsächlich Aufgabe der Eltern Ihrem Kind beizubringen, wie man mit dem Medium Internet umgeht und wo Vorsicht geboten ist.

    Zusammenfassend würde ich also sagen: Eure Pläne in Ehren, aber sie werden nichts daran ändern das sowas wieder vorkommt.
     
    #5
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  6. MappleTV
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    MappleTV

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    Wo sind wir den gelandet? Es ist ein Fucking Spiel! Ich muss beim Bund ein Polizeiliches Führungszeugnis abgeben weil ich mit Schusswaffen arbeite, und nutze. Wenn ich jetzt schon ein Polizeiliches Führungszeugnis beantragen muss damit ich einen Moderator einstelle, oder mich wo bewerben möchte.

    Also so etwas würde deutlich zu weit gehen. Keinen fremden Serverbesitzer hat etwas anzugehen was in meinem Führungszeugnis drin steht! Alleine die Datenschutz Angelegenheit würde nur noch mehr Arbeit erzeugen..
     
    #6
  7. SilberRegen
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    SilberRegen

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    SilberRegen
    Wenn man bewusst mit Kindern arbeitet, sind solche Gedankengänge in Richtung Jugendschutz bestimmt nicht verkehrt.
    Ich schätze aber, dass die meisten Betreiber einfach keine Alterangaben einholen und somit mehr oder weniger anonyme Nutzer haben. Bin mit auch nicht sicher ob es die Aufgabe der Betreiber ist solche Angaben einzuholen, letztendlich stehen Kinder immer unter Aufsichtspflicht der Erziehungsberechtigen.

    Da ich persönlich weder Zeit noch Lust auf diese Überlegungen habe, ist mein Server einfach ab 16, defacto sind die meisten Ü18 .
    Wenn erwachsene Mitglieder meinen ihre Kinder mitzubringen (was sie auch teils machen) ist es halt ihr Problem, darauf aufzupassen, was sie mitbekommen. Da die meiste nicht "jugendfreie" Konversation aber sowieso über das TS stattfindet und Kinder da nun wirklich nichts veloren haben bei uns, hält sich das Problem in Grenzen.
     
    #7
  8. Sabi
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    Sabi

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    Ich finde es erschreckend wie viele von euch das Thema einfach wegschieben. Hier stehen eindeutig auch die Betreiber in der Pflicht.
    Ihr und euer Team stellen für viele, vor allem jüngere Spieler*innen, Vertrauenspersonen dar. Euer Server wird von vielen als sicherer Raum begriffen. Es wäre ein leichtes in der aktuellen Situation für jemanden mit Hintergedanken sich so Zugang zu Kindern zu verschaffen.
    Ein polizeiliches Führungszeugnis ist vielleicht ein großer Schritt. Wer aber nichts zu verbergen hat, sollte damit keine Probleme haben.
    Was den Datenschutz angeht, da benötigt ihr aktuell bereits das Einverständnis der Nutzer.

    Fragt euch aber einfach mal was passiert wenn sowas auf eurem Server passiert. Würde euch sowas wirklich kalt lassen? Würdet ihr den Eltern dann sagen, sie hätten sich besser um ihr Kind kümmern müssen? Ich will mir nicht vorwerfen lassen, ich hätte nicht genug getan falls sowas mal passiert.

    lg Sabi
     
    #8
  9. Spamversender
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    Spamversender

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    Soweit ich weiß, wurde in den Nachrichten nicht der Name des Servers erwähnt. Das ganze hätte auch außerhalb von Minecraft oder Gaming, z.B. in einem Chatroom oder dem öffentlichen TS stattfinden können.
    Minecraft bleibt immer noch ein Spiel, das Internet das Internet. mMn liegt hier definitiv eine Mitschuld bei den Eltern und deren Erziehung.

    Sollen jetzt alle Chats mitgelesen werden, oder sollen wir es gleich verbieten mit anderen Spielern zu chatten?

    Durch so einen Vorfall wird der Server nicht unsicher(er), es haben sich halt zufällig ein ahnungsloser 12-jähriger und ein ... bösartiger Erwachsener getroffen. Solche Leute können überall auftauchen. Es hängt halt viel an der Erziehung und Aufklärung über das Internet.
     
    #9
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  10. MeeriSchatz
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    MeeriSchatz

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    MeeriSchatz
    Ich denke auch es ist nett darüber nachzudenken, wie man das Umfeld seiner Spieler verbessern kann. Dennoch stellt sich die Frage, wie weit kann man gehen und wie weit sollte man gehen?

    Ich persönlich gebe gerne jeder Person, jeden Alters, bei uns die Möglichkeit in das Team zu kommen und so ggf. an Aufgaben zu wachsen. Kann ich nun von einer vllt. 12 Jährigen Person ein Führungszeugniss erwarten? Denn wenn ich es von einer Person erwarte, dann auch von allen. Ist es nicht generell so, dass meist, die Personen von denen man so etwas nicht erwartet, so etwas tun? Ich habe erst kürzlich eine Dokumentation geschaut, bei welcher ein Kinderarzt ähnlich vorgegangen ist bei seiner Arbeit aber wohl komplett anders schien. Haben wir demnach überhaupt eine Chance solche Fälle zu minimieren oder zu beobachten?

    Ich kann nicht verhindern, dass Gespräche auf andere Medien verlagert werden. Auch kann ich Teamspeak-Gespräche nicht mithorchen. Eine Sache ist für mich Ganz klar: Kriegen wir mit, dass eine ältere Person eine jüngere Person bei uns so anschreibt, handeln wir. Aber ich glaube Pädagogikkurse und Führungszeugnisse schützen uns letzten Endes wenig.

    Und was sollen wir jetzt tun? Ganz einfach aufpassen und nicht wegschauen. Das beste was man tun kann ist es hinzuschauen und mögliche Fälle zu melden. Seinen Kindern natürlich noch einmal zu verdeutlichen, dass diese keine persönlichen Daten weitergeben sollten, kann natürlich auch nicht schaden.

    Wer hat nun Schuld? Ich finde es spannend, dass immer wieder Schuldfragen aufkommen. Ich sehe das ganz einfach: Keiner. Natürlich hätten die Eltern besser aufpassen können oder besser erklären können, welche Gefahren das Internet birgt. Aber solche Personen sind in der Regel sehr geschickt im Informationen herausfinden. So etwas kann in jedem Haushalt passieren. Schließlich reden wir hier von jungen Kindern, die Gefahren nicht so schnell einschätzen können.
     
    #10
  11. 可愛い
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    可愛い

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    Gibts auch seriöse Quellen oder nur die Blöd?

    Ich wöllte nicht auf einem Server spielen, auf dem selbst die privaten Nachrichten grundlos überwacht werden.

    Außerdem Ausweis, Bankverbindung, Vollmacht fürs Konto, Anteile an der Wohnung/Haus sowie 3x in der Woche die Kirche besuchen? Aber sonst ist noch alle okay bei dir, oder?

    Sabi, dein ganzes Verhältnis zur Gesellschaft scheint mir sehr verzerrt zu sein. Poste doch außerdem mal bitte ein Ausweisdokument von dir, du hast ja bestimmt nichts zu verbergen, da können wir uns doch selbst davon überzeugen wer du bist und was deine Motive sind. Und bevor die Gegenfrage kommt: Ich hab was zu verbergen, meine Privatsphäre. Das Beste find ich dann noch wie du deinen eigenen Kindern erklärst keine Daten von sich Preis zu geben und von allen anderen genau das forderst. Du misst mit verschiedenem Maß.
     
    #11
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  12. SilberRegen
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    SilberRegen

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    SilberRegen
    Wer das Internet oder Teile desselben als "sicheren Raum" aka "Safe Space" versteht ist schlicht naiv oder einfach zu jung um ohne Aufsicht einer erfahrenen Person, die die Situation besser einschätzen kann, darin herumzulaufen. Gleiches gilt für das Bewegen in der Öffentlichkeit im echten Leben, nur dass dort die meisten Eltern wohl erfahrener sind, als im Internet und eher wissen, was sie ihren Sprösslingen zu raten haben und worauf sie aufpassen müssen.

    Ich sehe es auch nicht ein mündige Menschen in ihrem Handeln und Ausdruck einschränken, weil ein winziger Bruchteil, den ich nunmal nicht an einem Warnschild erkennen kann, perverse Schweine sind, die es auf Kinder abgesehen haben... Von Kollektivbestrafungen halte ich nämlich gar nichts, die treffen grundsätzlich die Falschen.

    Wenn jemand Spaß an einem Safespaceserver hat, ist das natürlich sein gutes Recht einen solchen zu betreiben oder zu besuchen, aber wenn ich rein hypothetisch Spaß daran habe auf meinem Server mit digitalen sinneserweiternden Substanzen und leichten Damen zu feiern ist das mein gutes Recht. Kinder sind in diesem Fall nicht dazu eingeladen, steht direkt an der Eingangstür.

    Als Betreiber sollte man meiner Meinung nach einfach ein bisschen Menschenverstand und -kenntnis mitbringen und vielleicht mal nachhaken wenn einem etwas spanisch vorkommt. Aber grundsätzlich paranoid durch die Gegend zu laufen und alle unter Generalverdacht zu stellen ist sicher keine gesunde Einstellung.
     
    #12
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  13. Sabi
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    Sabi

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    Genau darum geht es doch. Wege zu finden um solche Fälle möglichst zu vermeiden und da bin ich ganz bei dir. Ich glaube es ist weniger die Schuldfrage und mehr die Frage ob man mehr hätte tun können. Versetzt euch mal in die Lage des betroffenen Servers.

    Das sind auch nur Überlegungen im Team die ausgiebig diskutiert werden. Jeder dieser Punkte hat Vor- und Nachteile.
     
    #13
  14. WrHansi
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    WrHansi

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    Seien wir doch mal ehrlich, den meisten Eltern ist es völlig egal was ihre brut so im Internet treibt, klären sie auch dementsprechend nicht wirklich über gefahren Quellen auf und wundern sich dann wenn ihr Kind ein psychisches Frack ist weil eben son scheiß passierte...

    Polizeiliches Führungszeugnis:
    Nette Idee aber keiner wird mitmachen.
    Außerdem gibt es so viele Menschen die bis jetzt Unauffällig waren, dementsprechend steht auch nichts im Führungszeugnis von ihnen.


    Basiskurz für Pädagogik:
    Nett gemeinter Gedanke aber keiner wird an einem Kurs freiwillig Teilnehmen der mehrere 100€ Kostet nur um sich dann in der Freizeit um die Brut anderer zu kümmern... ich bin schließlich nicht für die Erziehung von irgendwelchen Kindern zuständig das ist die Aufgabe der Erzeuger.


    Sabi das ihr euch darüber Gedanken macht finde ich gut und ist auf jedenfall ehrenvoll aber letzten endes wie gesagt, es ist einfach die Aufgabe der Eltern sich darum zu kümmern (Aufsichtspflicht). Obwohl ich sagen muss die Idee mit dem Buch finde ich nicht schlecht, wahrscheinlich liest es aber leider keiner.
     
    #14
  15. gencapd
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    gencapd

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    Ich bin ja grundsätzlich sehr tolerant und gebe jedem eine zweite Chance - andernfalls hätte ich nach diesem Absatz nämlich schon nicht mehr weiter gelesen. Wenn du schon die Bild liest, dann verlinke doch zumindest den Spiegel oder gleich die FAZ - das wirkt dann wenigstens seriös.
    Trotzdem, die Thematik ist natürlich interessant.

    Ich finde vor allem den zweiten Punkt sehr wichtig. Gar nicht ausschließlich auf das Thema Gefahren durch Pädophile bezogen, sondern gerade auch, wenn man an Schimpfwörter oder sonstige Aufreibungen denkt.
    Wenn man mal konsequent einen Wortfilter füttern würde, der bei Bedarf auch automatisch mutet, könnte man einigen Kids sicherlich gewisse verbale Verhaltensmuster abgewöhnen.
    Der Aspekt mit dem Eltern-Austausch: Der wäre, wenn er denn richtig funktionieren würde, sicherlich die effizienteste Waffe. Nur leider stelle ich immer wieder fest, dass die Erzeuger sich heute nur noch herzlich wenig für das Verhalten ihrer Blagen interessieren.

    So ein Kurs könnte sicherlich helfen, aber ich bezweifle stark, dass ihr das praktisch umsetzen könnt.
    Das Führungszeugnis hingegen halte ich praktisch sogar für recht untauglich: Wir haben in Deutschland die Unschuldsvermutung, d.h. jemand ist erst dann schuldig, wenn er von einem Gericht rechtskräftig verurteilt wurde. So ein Verfahren zieht sich grundätzlich über Jahre hin, vor allem, wenn die Beteiligten die Instanzen durchgehen. Und wenn dann einer verurteilt wird, wandert er höchstwahrscheinlich für etliche Jahre mit anschließender Sicherungsverwahrung in den Knast.
    So gesehen hilft es dir also am Anfang nicht weiter und später löst sich das Problem dann anderweitig. ;)

    Es kann natürlich auch immer mal passieren, dass ein Pilot mit einem voll besetzten Airbus in die französischen Alpen fliegt, weil er leider an Depressionen leidet - die Personenvielfalt ist in diesem Beruf eben sehr hoch, das kann sowas vorkommen. Kein Grund zur Aufregung!

    Eine Sache wurde mir hier allerdings noch nicht bzw. zu wenig angesprochen.
    Wenn so ein Mensch auf Opfersuche gehen, dann spielt sich zwar der erste Kontakt auf eurem Server ab, aber danach wird er relativ schnell auf Skype, ICQ, MSN oder was auch immer ausweichen - eben, weil diese Plattformen kaum überwacht werden und er faktisch nichts zu befürchten hat.
    So jemand weiß genau, dass man auf einem Minecraft-Server schon ab Werk die MSGs mitlesen kann, und bei jedem noch so unfähigen Moderator schrillen doch die Alarmglocken, wenn ein 30-jähriger sich mit einem 12-jährigen treffen möchte.
    Wollt ihr deshalb alle Ü30er vom Server bannen oder Kontaktverlagerungen auf andere Plattformen gänzlich unterbinden. Das ist alles nicht funktional, sorry.

    Man kann den Leuten eben nicht in den Kopf gucken.
    Um den Spielspaß zu erhalten, müssen wir uns ab einem gewissen Punkt auf die Spieler (Kinder) bzw, deren Eltern verlassen.
    Bevor ich einen Minecraft-Server betreibe, der keinen Spaß macht, nehme ich lieber solche Gefahren in Kauf, zumal sie nun wirklich nicht besonders hoch sind.
     
    #15
  16. BloodEko
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    BloodEko

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    Hallo Sabi,

    ich bin der Meinung, dass verantwortungsvolle Serverbetreiber bereits vieles tun oben solche Fälle zu verhindern. Allerdings gibt es einige Stationen die bereits vorher tätig werden können:

    1. An erster Stelle steht das Kind welches durch sein Verhalten für sich selbst verantwortlich ist.
    2. Da Kinder sich oft nicht verantwortungsvoll verhalten ist es die Pflicht der Eltern auf sie aufzupassen.[...was in vielen Fällen zeitlich nicht möglich ist ... ]
    3. Schulen ... welche einem beizubringen haben wie man sich zu verhalten hat ?
    4. Jetzt kommen erst die Serverbetreiber welche ihre Community schützen möchten.
    5. Und nun die Community selbst, welche sich umhören kann.
    6. Weitere [...]

    Wenn man sich die Punkte anschaut wird schnell klar, dass die Serverbetreiber nicht eindeutig in der Pflicht stehen und nur eingeschränkt Möglichkeiten zur Prävention haben.
    Wenn jemand das Internet(Server) als sicherer Raum ansieht haben Punkt 1, 2 und 3 leider versagt.
    Die Sicherheit, die derzeit besteht wird aufrecht gehalten von Personen(Supporten, Mods, Admins , ... ) , die nicht mal Geld dafür bekommen und das komplett freiwillig machen, man kann hier nicht erwarten, dass die Leute noch mehr Zeit investieren als sie ohnehin schon tuen und für ihre Arbeit solle man ihnen wirklich dankbar sein.

    Die Angeklagte Person oder das Opfer hätten genau so gut selbst Serverbetreiber sein können, damit sind dann deine Ansprüche an die Serverbetreiber komplett hinfällig.

    Auf Minecraft Servern findet eben Kommunikation statt. Den Chat kannst du vielleicht kontrollieren. Wie sieht es da mit einem Gespräch im TeamSpeak unter 4 Augen aus ? In diesem Fall gibt es für Serverbetreiber/Support keine Überwachungsmöglichkeiten.
    Außerdem sollte es dich, solange es keine direkten Beweise / Meldungen gibt nichts angehen, was Leute privat in einem Chat schreiben/reden.

    Außerdem Minecraft ist, was dieses Thema betrifft auch keine gute Ziel-Plattform für Täter. Es gibt Spiele bei denen die User noch deutlich jünger sind und einem deutlich höheren Risiko ausgesetzt sind.

    Und nun? Die Lösung?
    Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, allerdings sollte jedem klar sein, dass man nicht alles verhindern kann und es keine absolute Sicherheit in diesem Bereich gibt.
    Für einen Server bedeutet das einen funktionierenden Support haben welcher auf Meldungen reagieren kann. Mehr kann man da nicht machen. Führungszeugniss & Pädagogik sind hier fehl am Platz und unwirksam.
     
    #16
    Baba43 gefällt das.
  17. Sabi
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    Sabi

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    Die praktische Umsetzbarkeit wird in unserem Team auch Diskutiert. Es sind wie gesagt alles nur Ideen. Wenn ihr bessere Ideen habt immer raus damit. Sich komplett von dem Thema lossagen ist aber der falsche Weg.

    Ich bezichtige hier niemandem einer Straftat, deswegen spielt die Unschuldsvermutung hier keine Rolle. Wenn jemand unschuldig ist wird das Zeugnis leer sein und die Sache wäre für mich erledigt.

    Natürlich, aber es geht bei solchen Maßnahmen nicht direkt darum Leute zu überführen. Es geht dabei darum solche Gestalten abzuschrecken und den Spielern ein möglichst saubere Umgebung zu bieten. Natürlich können sich die Leute den Maßnahmen entziehen, aber ich muss mir in so einem Fall nicht vorwerfen lassen nichts gemacht zu haben.

    Diese Personen treten als Vertrauenspersonen für jüngere Spieler auf. Du als Serverbetreiber schaffst mit diesen Posten diese Vertrauenspositionen also steht man als Serverbetreiber auch in der Pflicht sicherzustellen, dass diese das in sie gesetzte Vertrauen nicht missbrauchen. In welcher Form das auch immer sein mag.

    lg Sabi
     
    #17
  18. BloodEko
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    BloodEko

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    Das Problem ist aber, dass man als Minecraft-Server Betreiber praktisch zu nahezu gar nichts in der Pflicht steht.
    Jegliche Support-Dienstleistungen sind ein nettes Entgegenkommen. Bei manchen Diensten muss man wochenlang auf eine E-Mail warten.
    Auf Minecraft-Servern bekommt man meistens innerhalb weniger Minuten/Sekunden im Chat Support oder kann sogar im TeamSpeak reden.
    Und Vertrauenspersonen im Internet, das ist so eine Sache ...

    Wenn man einen seriösen Server betreiben möchte versteht es sich doch von alleine, dass es im eigenen Interesse ist, dass der Support verantwortungsvoll handelt. Ich denke nicht, dass dies aktuell auf einem gut organisierten Server ein Problem darstellt.
     
    #18
  19. Baba43
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    Baba43 Ehem. Teammitglied

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    Ich denke, dass man diese Angelegenheit, wie so viele andere auch, einfach etwas nüchterner und somit realistischer und pragmatischer betrachten muss. Nur weil es hin und wieder zu schlimmen Fällen kommt, muss nicht nach weltbewegenden Maßnahmen gesucht werden, unter denen dann alle anderen Menschen leiden sollen.

    Und ja, damit will ich sagen, dass insbesondere die von dir vorgeschlagenen Maßnahmen in erster Linie den meisten Menschen schaden würden bzw. überhaupt nicht umsetzbar sind bei über 100 neuen Spielern pro Tag. Ich stelle den Nutzen einer Maßnahme infrage, wenn sie Dinge verhindern soll, die praktisch nie eintreten, dafür aber alle anderen unmittelbar und jeden Tag benachteiligt.

    Ich finde es ja gut, dass du dieses Thema ansprichst, aber nur weil hier einige Serverbetreiber, mir eingeschlossen, das Kosten-/Nutzenverhältnis berücksichtigen, anstatt aufgrund eines Bild Artikels aufzuspringen, bedeutet dies nicht, dass uns alles egal ist. Ich halte nichts davon, dass jemand sein Projekt deshalb auf den Kopf stellt. Falls das machbar ist, soll mir das natürlich recht sein, aber wer so viel Zeit und Kraft investieren kann, sollte meiner Meinung nach lieber den Server stehen lassen und sich darum bemühen, dass Aufklärung flächendeckend und über Minecraft Server hinweg stattfindet.

    Mein Kompromiss sieht nach wie vor so aus, dass man Spielern man Anfang einen "Internet Knigge" bereitstellt, der über grundlegende Gefahren und Risiken des Internets aufklärt. Zwar werden sich viele Spieler dadurch vorkommen wie im Kindergarten, aber ich gehe mal davon aus, dass jeder die gute Absicht verstehen wird.

    Ich denke eine Information in dieser Hinsicht hat mehr Erfolg als die unmögliche und möglicherweise illegale Überwachung von Kommunikation oder vermeintliche geeignete (pädagogisch geschulte) Teammitglieder :)
     
    #19
  20. 5664
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    5664

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    Ein wichtiger Punkt geht hier völlig vergessen. Minecraft Server sind "grenzenlos" meiner ist zwar in Deutschland gehostet, das Team besteht aber aus Deutschen, Schweizern und Össterreichern. Also ist das mit den Zeugnissen usw. etwas schwierig, und wenn man noch weiter - also über den Ozean - denkt, gänzlich unmöglich.

    Ich glaube auch (übrigens als weit über 30+) Server Owner dass wir nur soweit etwas unternehmen können, als das auch rechtlich und technisch möglich ist, so haben wir zwar wenn immer möglich Teamler im Chat und im TS, und auch unsere Elite Spieler helfen uns wenn nötig, eine 100% Sicherheit können wir aber nicht gewährleisten.

    Das mit dem Reglewerk werde ich sicher in der nächsten Teambesprechung diskutieren, falls jemand so etwas entwirft, ware es vielleicht eine gute Idee, es auch hier zur Verfügung zu stellen (man muss das Rad ja nicht mehrfach neu erfinden) ;)
     
    #20