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Minecraft Server-Plattform als Geschäftsmodell - moralisch vertretbar?

Froqg

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Jo,

in diesem Beitrag würde ich gerne eine Diskussion zur Frage bis wohin kapitalgetriebene Motive zwecks Erfolg mit dem bieten von Plattformen für Mehrspielermöglichkeiten in Minecraft moralisch vertretbar sind.
Ich würde hierbei gerne prioritär auf Server eingehen die möglichst einfach gehalten sind, viele Spieler anziehen, die aber eher den "jüngeren" Altersgruppen zugehörig sind (größtenteils 11-15 jährige Spieler).
Legt man hierbei nämlich ein Auge auf die erfolgreichsten Server, merkt man schnell das diese oft ein schlichtes und schnell begreifbares Spielkonzept verfolgen.
Doch neben einfachstem Citybuild, Wirtschaftssystemen die weder ausgearbeitet, noch ein richtiges Konzept beinhalten, wird einem die Möglichkeit der Echtgeldtransaktionen für Spielvorteile geboten.
Oft stehen hier angeblich "Youtuber" hinter diesen Server-Plattformen die bereits eine größere Reichweite mit Verfolgern der passendenen Zielgruppe aufzuweisen haben.

Eine Problematik die ich persönlich damit in Verbindung stelle ist die aggressive Eigenwerbung dieser Plattformen zu Echtgeldtransaktionen, sowohl in Youtube Videos, als auch auf den Plattformen selbst.
Ausgeklügelt tarnen die Menschen hinter diesen Systemen diese Echtgeldeinkäufe der Kinder außenhin als Spenden für den Server, damit falls bspws die Eltern der Spieler einen Blick auf diese werfen nicht sofort die eigentlich fast schon offensichtliche Abzocke dahinter begreifen.
Bei diesen "Spenden" sprechen wir nämlich über Echtgeldtransaktionen von horend hohen Summen, bis zu 150€ für eine Rangeinheit.
Wir müssen nicht die Frage stellen, ob ein beispielsweise 12 Jähriger der ein Taschengeld von normaler Höhe für sein Alter zu verfügung hat eben mal finanzieren kann.
Daraus kann man also schlussfolgern, dass die Verantwortlichen notfalls, sogar eher vor allem, die Kinder auf ihren Server-Plattformen als Mittel benutzen um aus den Eltern dieser Kapital zu schlagen.

In den Angeboten auf den Servershops findet man auch oft Möglichkeiten zum kauf von sogenannten "Lootkisten", die sich in unterschiedlichen Preisklassen deklarieren.
Der letztendlich erhaltbare Inhalt aus diesen, ist zufallsabhängig, also nichts anderes als Glücksspiel wie man es aus Spielen wie "Fifa", "Counter-Strike", oder aus der Spiello von nebenan kennt.
Belgien greift als Staat bei sowas hart durch:
in Spielen wie "Fifa", "Counter-Strike" etc. darf es keine Möglichkeit auf Echtgeldtransaktionen geben, wenn diese ein zufallsabhängiges Konzept wie eben Glücksspiel zum Zweck haben.

Beschäftigt man sich näher mit diesen Server-Plattformen stößt man neben seltsamen Angaben im Impressum nicht nur auf Unternehmen deren Homepage mit Baukästen von Dienstleistern wie "Wixsite" in der Domain gekennzeichnet sind, sondern auch auf den Fakt, dass das gewerbliche niemals über die "Youtuber" oder anderen sich öffentlich zum Server bekennenden geregelt wird, sondern stets über dubiose Drittanbieter, die laut eigener Formulierung vor allem für " Online-Beilegung von Streitigkeiten zwischen Unternehmern und Verbrauchern" zuständig sind.
Als ich Recherchen zu telefonischen Kontaktmöglichkeiten suchte, fand ich nur Telefonnummern aus dem Ausland, eine davon sogar mit Vorwahl, die auf einen Sitz auf einem anderen Kontinent als Europa schließen lässt.

Ich finde es sollte mehr Prävention für Eltern geben, damit diese sich näher informieren zu dieser Thematik und beim nächsten mal eventuell genauer Nachfragen, wofür das 13 Jährige Kind ständig Paysafecards für Minecraft braucht.
Was haltet ihr von der Thematik? Jeder der aktiver Minecraft spielt, ist sicher mal Server wie die, die ich hier anspreche über den Weg gelaufen.
Haltet ihr solche Plattformen für moralisch verwerflich, oder findet ihr meine Auslegung überzogen?
Mfg

Froqg/Malte
(Text wurde in Eile geschrieben, falls ihr Mängel an der Rechtschreibung, oder Grammatik vorfindet, weist gerne auf diese hin)
 

Baba43

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Du sprichst ein vielfach diskutiertes Thema an.

 

Froqg

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Du sprichst ein vielfach diskutiertes Thema an.

Der Thread den du da verlinkt hast ist natürlich weitaus ausführlicher und strukturierter als dieser hier.
Danke für die Information, spannender Thread.
Ich bin neu hier und das lag mir einfach auf dem Herzen, wenn es nicht erwünscht ist Thematiken in einem neuen Thread nochmals anzusprechen, dann sorry haha. ^^
Ich finde dennoch zu mindest die Diskussion rundum solche Server sollte weiterlaufen, ob in diesem, oder einem anderen Thread.
Mfg
Froqg
 

Baba43

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Doch, natürlich darfst Du hier neue Threads erstellen. Ich wollte Dich nur auf den letzten größeren dazu aufmerksam machen.
 

Froqg

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Doch, natürlich darfst Du hier neue Threads erstellen. Ich wollte Dich nur auf den letzten größeren dazu aufmerksam machen.
Ist gelungen - tolle Recherche, spannend zu lesender Beitrag.
Zu lobende Leistung Deinerseits.
Ich hoffe es wird weiterhin darauf aufmerksam gemacht, wie Spieler hier zu einer Eintrittskarte auf das Vermögen von Mama und Papa degradiert werden.
Mfg
Froqg/Malte
 
D

deleted210994

Guest
Gut gelungener Beitrag, ich kenne die Problematik selbst gut. Das Modell ist in der Tat aus meiner Sicht moralisch sehr fragwürdig!

LG
 

Hilti

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Naja, wo eine Nachfrage ist, ist halt meistens auch ein Angebot... Was da zuerst da war, ist später nicht mehr so wenig ;) Aber sehe die Problematik auch
 

FranzixDD

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FranziNotFound
Naja, theoretisch macht das jede Firma. Also müsste man jeder Firma, die irgendwie Werbung macht auch für moralisch verwerflich ansehen. Siehe z.B. den Apfel an.. Ein Handy kostet in der Herstellung gerade mal etwa +-50 Euro, ist es moralisch vertretbar das das Ding so ca 1000€ kostet (wenn es neu rauskommt).
Bei soetwas sind die Eltern gefragt und wenn sie ihrem Kind das erlauben und das nicht irgendwie hinterfragen naja dann haben sie draußen gelernt (sollte das irgendwie schiefgehen)
 

Luki_xx

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Luki_xx
@FranzixDD auch wenn ich selbst der Meinung bin das ein Apfel eine totale Abzocke ist muss ich in diesem Sinn doch etwas relativieren. Angeblich liegen die Kosten je nach Modell alleine bei der Herstellung bei +300€ was durchaus realistisch sein kann. Zusätzlich kommen noch wesentliche Entwicklungs und Marketingkosten hinzu, Gewinn muss natürluch auch noch gemacht werden. 1000€ sind hierbei wirklich zu hoch allerdings keinesfalls moralisch fragwürdig.

Die Minecraft Server von denen hier hauptsächlich gesprochen wird sprechen beinahe nur junge Personen an(so bis 14 Jahre). Zusätzlich ist es durch den Aufbau der Websites nicht wirklich möglich für die Eltern ein klares Bild zu erhalten, da diese nicht hilfreich sind sondern eher falsche Informationen verbreiten. Zusätzlich kommt die Werbung auf Youtube durch die Lieblings Influencer hinzu was das ganze wirklich nicht besser macht.

Bei einem Handykauf wissen im Normalfall die Eltern zumindest bescheid was dies annährend kann da sie meist mit etwas ähnlichen bereits Kontakt hatten. Ränge auf einen Server sind ein eher neues Geschäftsmodell.

Was in jeden Fall stimmt ist das die Eltern hier eingreifen müssten was halt möglicherweise aufgrund der Beeinflussung der Kinder durch Youtuber und co durchaus schiff gehen kann.

Also für mich ist ein solcher Abzockverkauf gezielt an Kinder wesentlich unmoralischer als ein Handyverkauf bei dem sich wenigsten (normall) an geltendes Recht gehalten wird.
 

FranzixDD

Minecrafter
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FranziNotFound
Was spricht dagegen, dass ein Influencer Werbubg für seinen Server macht? Machen ja Firmen auch und lassen sie auf speziell auf Kindernserien laufen. Das ist wie bei allem anderen, will mein Kind unbedingt ein Produkt was 150€ kostet, bin ich in der Verantwortung entweder mich zu informieren oder gleich nein bzw ja zu sagen.

Natürlich ist es moralisch Fragwürdig ob der Rang jetzt unbedingt 100 Euro Wert ist. Aber nacher ist es das Elternteil der den kauft. Wenn man bedenkt, dass einige Inhaber eines Servers ja auch davon den Server bezahlen und evtl ein paar Devs und sich nicht jeder monatlich einen Rang kauft..

Für mich ist es moralisch ehr fragwürdiger teure Ränge zu verkaufen, den sich auch Leute kaufen und nach einer bestimmten Zeit den Server komplett neuzumachen, so dass man sich wieder einen neuen Rang kaufen müsste.
 

CubBossa

Kuhfänger
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CubBossa
Also ich persönlich finde, dass es auch irgendwo im Verhältnis stehen muss. Minecraft kostet 24€ zurzeit meine ich. Und hat ne riesen Vielfalt. Und ein Serverrang soll 150€ kosten? Das wären ja 6 Minecraft Accounts. Ich denke, dass ein Server seine laufenden Kosten mit weniger bezahlen kann und dass da eben viel ins Portemonnaie der obersten Tiere geht.
Und so lange es gekauft wird und - naja - EULA konform ist, kann man wohl wenig dagegen tun. Außer die Leute dazu zu animieren, sich gut zu überlegen, ob der Rang das Geld wirklich wert ist. Und was wirklich zu bemänglen ist, ist, wie die Eltern eben durch Wörter wie "Spenden" etc. manipuliert werden, sodass sie denken, dass so etwas wirklich seine 150€ wert sei.
 

Gecraftet_hd

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Jo,

in diesem Beitrag würde ich gerne eine Diskussion zur Frage bis wohin kapitalgetriebene Motive zwecks Erfolg mit dem bieten von Plattformen für Mehrspielermöglichkeiten in Minecraft moralisch vertretbar sind.
Ich würde hierbei gerne prioritär auf Server eingehen die möglichst einfach gehalten sind, viele Spieler anziehen, die aber eher den "jüngeren" Altersgruppen zugehörig sind (größtenteils 11-15 jährige Spieler).
Legt man hierbei nämlich ein Auge auf die erfolgreichsten Server, merkt man schnell das diese oft ein schlichtes und schnell begreifbares Spielkonzept verfolgen.
Doch neben einfachstem Citybuild, Wirtschaftssystemen die weder ausgearbeitet, noch ein richtiges Konzept beinhalten, wird einem die Möglichkeit der Echtgeldtransaktionen für Spielvorteile geboten.
Oft stehen hier angeblich "Youtuber" hinter diesen Server-Plattformen die bereits eine größere Reichweite mit Verfolgern der passendenen Zielgruppe aufzuweisen haben.

Eine Problematik die ich persönlich damit in Verbindung stelle ist die aggressive Eigenwerbung dieser Plattformen zu Echtgeldtransaktionen, sowohl in Youtube Videos, als auch auf den Plattformen selbst.
Ausgeklügelt tarnen die Menschen hinter diesen Systemen diese Echtgeldeinkäufe der Kinder außenhin als Spenden für den Server, damit falls bspws die Eltern der Spieler einen Blick auf diese werfen nicht sofort die eigentlich fast schon offensichtliche Abzocke dahinter begreifen.
Bei diesen "Spenden" sprechen wir nämlich über Echtgeldtransaktionen von horend hohen Summen, bis zu 150€ für eine Rangeinheit.
Wir müssen nicht die Frage stellen, ob ein beispielsweise 12 Jähriger der ein Taschengeld von normaler Höhe für sein Alter zu verfügung hat eben mal finanzieren kann.
Daraus kann man also schlussfolgern, dass die Verantwortlichen notfalls, sogar eher vor allem, die Kinder auf ihren Server-Plattformen als Mittel benutzen um aus den Eltern dieser Kapital zu schlagen.

In den Angeboten auf den Servershops findet man auch oft Möglichkeiten zum kauf von sogenannten "Lootkisten", die sich in unterschiedlichen Preisklassen deklarieren.
Der letztendlich erhaltbare Inhalt aus diesen, ist zufallsabhängig, also nichts anderes als Glücksspiel wie man es aus Spielen wie "Fifa", "Counter-Strike", oder aus der Spiello von nebenan kennt.
Belgien greift als Staat bei sowas hart durch:
in Spielen wie "Fifa", "Counter-Strike" etc. darf es keine Möglichkeit auf Echtgeldtransaktionen geben, wenn diese ein zufallsabhängiges Konzept wie eben Glücksspiel zum Zweck haben.

Beschäftigt man sich näher mit diesen Server-Plattformen stößt man neben seltsamen Angaben im Impressum nicht nur auf Unternehmen deren Homepage mit Baukästen von Dienstleistern wie "Wixsite" in der Domain gekennzeichnet sind, sondern auch auf den Fakt, dass das gewerbliche niemals über die "Youtuber" oder anderen sich öffentlich zum Server bekennenden geregelt wird, sondern stets über dubiose Drittanbieter, die laut eigener Formulierung vor allem für " Online-Beilegung von Streitigkeiten zwischen Unternehmern und Verbrauchern" zuständig sind.
Als ich Recherchen zu telefonischen Kontaktmöglichkeiten suchte, fand ich nur Telefonnummern aus dem Ausland, eine davon sogar mit Vorwahl, die auf einen Sitz auf einem anderen Kontinent als Europa schließen lässt.

Ich finde es sollte mehr Prävention für Eltern geben, damit diese sich näher informieren zu dieser Thematik und beim nächsten mal eventuell genauer Nachfragen, wofür das 13 Jährige Kind ständig Paysafecards für Minecraft braucht.
Was haltet ihr von der Thematik? Jeder der aktiver Minecraft spielt, ist sicher mal Server wie die, die ich hier anspreche über den Weg gelaufen.
Haltet ihr solche Plattformen für moralisch verwerflich, oder findet ihr meine Auslegung überzogen?
Mfg

Froqg/Malte
(Text wurde in Eile geschrieben, falls ihr Mängel an der Rechtschreibung, oder Grammatik vorfindet, weist gerne auf diese hin)
Toller Beitrag hast richtig war zusammen geschrieben. Liest sich gut ;) Ich finde es auch echt dreist, wenn man sich zum Beispiel Griefergames anguckt. Früher war nichts auf diesem Server selbstgecodet und damit haben die dann den Kiddies das Geld aus der Tasche gezogen.
 

Froqg

Minecrafter
Mitglied seit
23 Juni 2020
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Diamanten
57
Naja, theoretisch macht das jede Firma. Also müsste man jeder Firma, die irgendwie Werbung macht auch für moralisch verwerflich ansehen. Siehe z.B. den Apfel an.. Ein Handy kostet in der Herstellung gerade mal etwa +-50 Euro, ist es moralisch vertretbar das das Ding so ca 1000€ kostet (wenn es neu rauskommt).
Bei soetwas sind die Eltern gefragt und wenn sie ihrem Kind das erlauben und das nicht irgendwie hinterfragen naja dann haben sie draußen gelernt (sollte das irgendwie schiefgehen)

Jo,
Kapitalismus zeigt seine Schattenseiten nicht nur hier, da haste vollkommen recht.
Ich sehe das Problem eher darin, dass wir hier von einem Geschäftsmodell sprechen, dass klar auf Sucht baut.
Neben dem Faktor das 12 jährige Kinder generell oft für die Sucht des Computerspiels an sich anfällig sind, treiben die Server Inhaber die Kids zu Echtgeldtransaktionen.
Hunderte Minderjährige Kinder laufen auf größeren Server dieser Art mit Rängen für 130€ rum. Theoretisch wären mit spätestens 5-6 solcher Einkäufe die Nebenkosten des Servers gedeckt.
Also klar ist, es geht nicht um erhalt des Servers, sondern um Profit, Profit der dank ausnutzung von der Sucht 12 jähriger Kinder in die Kassen schlägt.

Nächster Punkt:
"Wo Nachfrage ist, da kommt auch Angebot"
Regel Nummer 1 der Wirtschaft, dies gilt hier aber nicht!
Die Nachfrage wäre ohne die ausgehende Sucht am Spiel gar nicht vorhanden
selbst mit Sucht am Spiel, existiert die Nachfrage seitens des Süchtigen nicht.
Es wird nämlich ein Angebot ohne vorherige Nachfrage geschaffen, die Ränge werden angeboten und die Kinder kaufen aufgrund der Vorteile im Spiel.
Das bedeutet sie werden von der Sucht angetrieben, von den Inhabern wird diese ausgenutzt indem Spielvorteile an die Süchtigen gegen Echtgeld angeboten werden und die Sucht drängt dann letztlich die Kinder zum kauf.

Oder meinst du es gab eine Nachfrage von den Spielern für ein kostenpflichtiges Lootbox Glücksspielsystem, um neue coole Items zu erhalten?
Ich denke nicht!
Aber Recht hast du finde ich teilweise definitiv, denn die Eltern müssen hier Verantwortung übernehmen!
Sehr heikles Thema, lg

Also ich persönlich finde, dass es auch irgendwo im Verhältnis stehen muss. Minecraft kostet 24€ zurzeit meine ich. Und hat ne riesen Vielfalt. Und ein Serverrang soll 150€ kosten? Das wären ja 6 Minecraft Accounts. Ich denke, dass ein Server seine laufenden Kosten mit weniger bezahlen kann und dass da eben viel ins Portemonnaie der obersten Tiere geht.
Und so lange es gekauft wird und - naja - EULA konform ist, kann man wohl wenig dagegen tun. Außer die Leute dazu zu animieren, sich gut zu überlegen, ob der Rang das Geld wirklich wert ist. Und was wirklich zu bemänglen ist, ist, wie die Eltern eben durch Wörter wie "Spenden" etc. manipuliert werden, sodass sie denken, dass so etwas wirklich seine 150€ wert sei.
Jo,
ich sehs genau so.
Aber Verhältnisse müssten von den Spielern auf den Servern selbst geschaffen werden: niemand kauft etwas das vollkommen überteuert ist.
Das passiert auf solchen Abzockservern auch nur nicht, da die Kinder durch ihre kindliche Naivität (sicher nicht alles sind naiv, ich wars als Kind jedoch.) die mir ihrer Sucht am Spiel selbst koexistiert nicht mehr einsehen wie unverhältnismäßig teuer der Spaß an sich ist, denn sie brauchen ja die Vorteile und den coolen Rang wie alle anderen, um mithalten zu können.
Hierbei spielen auch soziale Phänomene wie "Gruppenzwang" eine Rolle, denn man möchte ja unbedingt mit den anderen Spielern die den "Exklusiv" Rang besitzen gleichauf sein.

Sucht als Geschäft ist gang und gebe, erwachsene sind in der Lage solche "Suchtfallen" zu meiden, also illegal sollte die Sucht als Geschäft nicht unbedingt werden.
Aber definitiv illegal sollte so ein Geschäftskonzept sein wenn es eine minderjährige Zielgruppe anvisiert!
Das ist einfach unglaublich, Lootboxen, die machen 12 jährige Glücksspiel süchtig unfassbar!
lg
 

Sandyspielt

Minecrafter
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14 Oktober 2020
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Naja, theoretisch macht das jede Firma. Also müsste man jeder Firma, die irgendwie Werbung macht auch für moralisch verwerflich ansehen. Siehe z.B. den Apfel an.. Ein Handy kostet in der Herstellung gerade mal etwa +-50 Euro, ist es moralisch vertretbar das das Ding so ca 1000€ kostet (wenn es neu rauskommt).
Bei soetwas sind die Eltern gefragt und wenn sie ihrem Kind das erlauben und das nicht irgendwie hinterfragen naja dann haben sie draußen gelernt (sollte das irgendwie schiefgehen)
Bei großen Firmen ist aber die Gewinnabsicht klar, bei z.B. einem von einem Youtuber ausgehendem 'Angebot' aber Kindern und Jugendlichen vielfach nicht, oder sehe ich das falsch?
Also find es da um einiges schwieriger, weil das Verhältnis ein ganz anderes ist. Die denken, die sind befreundet oder so (also die Jüngeren zumindest).
 
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