Von Windows zu Linux

Dieses Thema im Forum "Offtopic" wurde erstellt von XXXBold, 4. Juni 2013.

  1. XXXBold
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    XXXBold

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    XXXBold
    Guten Tag zusammen,

    Ich hätte einige Fragen zum im Titel genannten Thema. Und zwar habe ich vor/ziehe ich es ggf. in Erwägung, auf meinem Homeserver(Älterer Desktop Pc) das OS von Windows zu Linux zu wechseln. Gleich von Anfang an: Ich habe praktisch keine Ahnung von Linux, ich weiss, dass es viele verschiedene Distributionen gibt, ansonsten weiss ich nur, dass es anders als Windows ist.

    Auf meinem Game/Arbeitspc läuft weiterhin Windows (7), da will ich nichts dran rütteln, zumindest momentan nicht. Es geht mir beim Server vorallem darum, den Resscourcenverbrauch zu reduzieren und das Ganze zu beschleunigen.

    Den Heimserver benutze ich in erster Linie als Datenlager für Filme etc., ein Teamspeak Server und ein FTP-Server laufen ebenfalls drauf, als OS arbeitet da momentan Windows 7.
    Oben genannte Funktionen müssten mit Linux ebenfalls möglich sein, soweit ich weiss. Ich weiss aber nicht, inwiefern sich das Ganze im (Heim)netzwerk mit Windows "koppeln" lässt. Damit meine ich zum Beispiel: Ist es möglich, auf dem Linuxserver ein Netzlaufwerk zu erstellen und dieses in Windows zu verbinden? Wohlgemerkt OHNE Riesenaufwand. Und wie kann ich den Server steuern? Momentan tue ich das über Remotedesktop, gibt es da eine vergleichbare Alternative?

    Weiteres das ich wissen müsste: Sind Treiber dazu einfach zu finden oder muss ich da selber was schreiben(Könnte ich leider nicht)? Gibt es eine Distribution, die ähnlich wie Windows aufgebaut ist, sodass ich mich da relativ schnell heimisch fühle?

    Wie würde ich das Ganze am besten angehen? Per VM? Hätte noch nen uralt Pc, bei dem es Wurscht wäre, wenn was kapputtginge, denke jedoch, dass ich dafür keine Treiber finden würde. Ich denke auch, direkt Linux aufm Server zu installieren wäre nicht sehr intelligent.

    Ich frage hier deshalb nach, weil ich sowas "richtig" machen will, ich habe keine Lust, mich in etwas reinzustürzen und dann auf dem halben Weg merken, dass ich was Wichtiges komplett ausser Acht gelassen habe.

    Wie ich bereits am Anfang erwähnt habe, kenne ich mich nicht mit Linux aus, also bitte spart euch Haterkommentare.

    Wäre nett, wenn ihr mir einige Tipps geben könntet, Links zu nützlichen Inhalten sind natürlich nicht verboten^^
    Und wenn wer nichts besseres zu tun und grad Lust hätte bisschen zu reden, könnten wir natürlich auch per Ts/Skype n Gespräch führen.

    Danke und Gruss,

    XXXBold
     
    #1
  2. Benni1000
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    Benni1000 Ehem. Teammitglied

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    Ja das kannst du mit samba machen, geht auch sehr schnell.
    Wenn du es alleine nicht hinbekommst kann ich dir auch zeigen wie das geht.

    Linux Server steuert man normalerweise über SSH, das ist zwar konsolenbasiert aber Linux lässt sich sowieso zu 100%
    über das Terminal verwalten. Wenn du einen Desktop auf deinem Server haben möchtest gibt es dazu mehrere möglichkeiten.
    Zuerst musst du dich für einen Desktop entscheiden, hier hast du eine rießige auswahl (XFCE,KDE,Gnome,Unity,LXDE,Cinnamon,Mate,E17,Awesome,Openbox etc...). Wenn du das getan hast kannst du einen VNC server auf dem Server aufsetzen und dich mit einem remote-desktop client auf den Server verbinden.
    Oder du forwardest den X-Server (das ist das Teil das deine Fenster darstellt) über SSH.

    Ich habe selten Treiberprobleme unter Linux, viel funktioniert sogar um einiges besser unter Linux als unter Windows.
    Du kannst evtl. probleme mit deiner soundkarte bekommen, aber nachdem das ein Server ist sollte das eigentlich egal sein.

    Ja die gibt es: http://zorin-os.com/
    Aber ich würde dir eher dazu raten dir ein paar distributionen in einer VM anzuschauen und dir dann die zu nehmen die dir
    am besten gefällt. Bzw. für einen Server wäre eigentlich eine Distribution ohne Desktop ideal, da man unter Linux
    nicht wirklich einen benötigt.

    Es ist auf jeden Fall die richtige Entscheidung das erst in der VM auszuprobieren, kaputtgehen kann aber auch bei einem Rechner nichts.
    Treiber sollten eigentlich kein Problem darstellen Linux unterstützt sehr viel alte Hardware.
     
    #2
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  3. XXXBold
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    XXXBold

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    Wow, vielen Danke für die ausführlichen Antworten!

    Werde mir mal in nächster Zeit paar verschiedene Distributionen in ner VM angucken, nimmt mich wunder was es da alles gibt^^
     
    #3
  4. montbit
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    montbit

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    montbit
    Hi,
    ich selber verwende Xubuntu mit dem XFCE Desktop. Der bietet noch eine anständige Start-Menü Struktur und das System frisst nicht all zu viele Ressourcen. Auf jeden Fall besser geeignet (für etwas ältere HArdware) als z.B. Ubuntu mit dem grässlichen Unity-Desktop (meine Meinung), der eher auf Touch-Screen ausgelegt ist, anstatt Maus.

    Probier ein paar Distis in einer VM aus, dann kannste entscheiden, was für Dich passt.

    Später, wenn Du Dich für ein System entschieden hast, kannst Du das dann definitiv installieren.
    Du benötigst mindestens 3 Partitionen:
    "/" System mit ca. 25 GB reicht völlig.
    Swap mit mehr als installiertem Ram für die Auslagerung
    "/home" für Deine eigenen Dateien oder die Ordner, die Du freigeben willst.

    Linux bietet nicht Laufwerke wie Windows als Laufwerkbuchstaben an, sondern es ist alles in einer Ordnerstruktur zu finden. Damit User besser zurechtkommen, werden die einzelnen Laufwerke oder USB-Speicher im Dateimanager separat angezeigt.

    Falls Du keine "extrem 3D Shooter" spielst, wirst Du schnell die Vorzüge von Linux zu schätzen wissen und wie in meinem Fall, bald der Virenschleuder den Rücken kehren.
     
    #4
  5. Chrisliebaer
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    Chrisliebaer

    Öhm... Nein. Du brauchst genau eine. Warum sollte ich home und root trennen? Das ist absoluter Blödsinn, wenn ich in dem Gerät nur eine Festplatte habe, dann bau ich mir nur Hürden, wenn ich später größere Packages oder Dateien runterlade. Und Swap als extra Patition ist höchstens Optional. Die Regel dafür ist normalerweise entsprechend dem Hauptspeicher, größer macht keinen Sinn, der PC sollt da normalerweise nur verrübergehende Speicherpeaks reinschreiben. Eigentlich ist die Datei aber ein überbleibsel aus der Vergangenheit. Wenn dein PC swappt machst du was falsch, das ist höchstens für Hibernate interessant, sofern man es nutzen möchte, aber dann muss es nur so groß sein wie der RAM. Außerdem gibts immernoch die Möglichkeit swap als Datei im normalen Dateisystem zu mounten, dann brauchts auch nicht vom Platz von der Festplatte.
     
    #5
  6. montbit
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    montbit

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    montbit
    Es macht Sinn, /home und / (root) zu trennen. Nur so kann die Root-Partition im Bedarfsfall gelöscht/formatiert werden, ohne Daten zu verlieren. Der Unsinn, nur eine Partition zu verwenden, mag bei Windows gang und gäbe sein, damit man ja alles auf der Platte verliert, wenn das System nicht mehr will und eine Formatierung ansteht.

    Und sorry, von den 25 GB Root sind bei mir mit Vollinstallation 21.7 GB frei! Da muss man das halbe Universum installieren, um dort Platznot zu bekommen.

    Des weiteren, Server mit 1 Platte? Was soll das? HD kosten nicht mehr alle Welt, was soll man da geizen? RAID 1 und die Daten sind gespiegelt! Dir ist offenbar noch nie eine HD abgeschmiert? Mir schon und dank RAID musste ich nur die defekte Disk ersetzen, einbinden und gut war. Ich fahre meinen Server sogar mit RAID 5 = 3x 1 TB HDD = Datensicherheit und schneller als mit 1 Platte.
     
    #6
  7. Chrisliebaer
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    Chrisliebaer

    Nein, das macht eben keinen Sinn. Wenn du ein System neu installierst, musst du eh ein Backup der Daten machen. Einfach nur / zu löschen ist mehr als riskant. Wenn da nämlich was schief läuft ist auch /home weg.
    Angenommen es handelt sich um eine 256GB SSD, dann hast du mit einer root-Patition bereits 25GB fest auf das System geteilt. Die sind somit nunmal weg. Umverteilen kannst du das auch nimmer.

    Es ging um Desktop. Und RAID1 macht man nicht auf dem Desktop. Wenn man Datensicherheit will, dann macht man Backups auf einer Externen oder noch besser auf einer NAS mit RAID5. Denn was bringt dir das RAID, wenn du versehentlich eine Datei löschst?
     
    #7
  8. montbit
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    montbit

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    montbit
    Sag ich ja schon die ganze Zeit. Root separat und dann kann "/" formatiert werden, ohne Datenverlust von /home auf der separaten Partition. Zu den Backups komme ich weiter unten.

    Wenn einer einen Server aufsetzt und dann eine 256 GB SSD für System verwendet, ist Fehlinformiert, oder hat eindeutig zuviel Kohle.

    Chrisliebaer, wieso soll ein "Heimserver" nicht über einen Desktop verfügen? Zumal der TE keine Ahnung von Linux hat. Willst Du Ihm die Konsole zumuten? Der TE kann z.B. mittels VNC, was es für beide Plattformen gibt, seinen Server "fernsteuern" und dabei als Linux-Newbie den Desktop dazu nutzen. Des weiteren sprach ich von Datensicherheit durch RAID, was nicht heisst, dass man kein Backup machen soll. Wie der TE seine Backups macht, ist seine Sache.

    Ich weiss nicht, wieso Du Dich so vehement gegen meine Vorschläge sträubst. Schliesslich gibt es mittlerweile ja auch Hybrid-CPU wie von Intel, welche bereits eine Grafikkarte beinhalten. Nicht so schnell wie eine richtige NVidia, aber es funktioniert.

    Edit: -> versehentlich eine Datei gelöscht, dann schaut man zuerst in den Trash Ordner, denn dort befindet sie sich im Normalfall und kann sogar wieder hergestellt werden. Oder hast Du so eingestellt, dass Dateien unwiderruflich gelöscht werden?
     
    #8