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Was ist mit Minecraft geschehen?

Legendary

Schafhirte
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Minecraft
HansWurst0815
#1
Hola,

ich bin vor gut 1,5 Jahren aus der Minecraft-"Szene" ausgestiegen, zwischenzeitlich hatte ich mal einen der größten Minecraftserver in Europa und war eigentlich immer recht erfolgreich, was das Hosten von Minecraftservern angeht, soweit man das sagen kann.
Ich habe überhaupt nichts mehr von dem Spiel mitbekommen und möchte mir einen neuen Überblick erschaffen, insbesondere Meinung einholen (deswegen habe ich es auch im Diskussions-Forum gepostet). Fangen wir mal mit ganz simplen Verständnisfragen an:

Es gibt aktuell nur die Java und Bedrock Version, richtig?
Die Java Version hat sich ganz regulär weiterentwickelt, nehme ich an. Was ist aktuell die "Best Practice" zum Betreiben eines Minecraftservers? Ist es nach wie vor (Craft-) Bukkit mit zusätzlichen Sachen wie SpigotMC? Wie groß ist die Spielerbasis der Java Version? Sind die Spielerzahlen dafür nicht absolut rückläufig und merkt man das als Serverbetreiber? Wie groß ist die Community noch (auch insbesondere, was Pluginentwicklung, Let's Plays etc angeht)?

Die Server der Bedrock-Version laufen größtenteils auf Java und PHP, soweit ich das richtig verstanden habe. Wie kann man sich das vorstellen, ist das vergleichbar mit Bukkit (bei PHP kann ich mir das nur schwer vorstellen)? Wie ist es dort mit serverseitigen Modifikationen; kann der Spieler bspw. ein Ressource-Pack vom Server kostenlos herunterladen? Wie ist es dort mit Dingen wie Premium-Rängen für Spieler; wird sowas über den integrierten Store gekauft? Gibt es für die Bedrock Version auch eine Serverliste? Wie sieht es dort mit Communitys aus?

Wie ihr merkt frage ich wie ein Rentner nach, der gerade das erste Mal das Internet entdeckt. Mich würde brennend eure Meinungen zu der Java und der Bedrock Version interessieren, insbesondere wie ihr die Entwicklung abschätzt.
 

Teayo

Minecrafter
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Teayo
#2
Deine Frage stell ich mir auch manchmal. Ich kann nicht für alle deine Fragen eine Antwort geben. Meine Antwort ist auch nicht die einzige Antwort, ich kann nur schildern, wie ich es empfinde und vorallen was ich mitbekommen hab.

Meines Wissens nach ist die Community Mitglieder Zahl, der Java Edition tatsächlich rückläufig. Die Bedrock Edition wird die Java Edition überholen, was die Community Mitglieder Zahl betrift. Ob die Community Mitglieder Zahl der Bedrock Edition steigt, stagniert oder rückläufig ist, weis ich nicht.

Wie ich es derzeit an meinen Server merke, ist es für kleine Server schwer neue Spieler zu finden, die auch länger bleiben. Was ich bemerkt hab ist, das es früher einfacher war, neue Mitglieder zu bekommen. Manchmal Frage ich mich auch ob es sich überhaupt lohnt den Server weiter am laufen zu lassen. Mit lohnen mein ich, das man nicht dauernt alleine auf dem Server ist.

Was ich auf Youtube bemerkt habe und sich auch an den Versionen der Server wiederspiegelt ist, das der Höhepunkt von Minecraft (Stand 2018), mit der Veröffentlichung der 1.9 erreicht war und ab da in die Talfahrt überging. Was ich nicht nachvollziehen kann, finde die 1.9 nicht schlecht.

Die aktuelle "Best Practice" [Beste Praktik] um einen Minecraft Server (erfolgreich) zu betreiben ist die standart Angebote anzubieten, möglichst viel Werbung machen, also auf so vielen Serverlisten wie möglich eintragen und erfolgreiche Angebote zu kopieren.

Für Bedrock Server gibt es eigende Serverlisten. Auf der Minecon 2017 wurde angekündigt, das Spieler "bald" Platform übergreifend auf Servern spielen können. Damit waren wohl anscheinend nur die Bedrock Edition gemeint mit all ihren verschiedenen Konsolen.

Ich spiele mit den Gedanken, auch aus der Minecraft Szene auszusteigen, da es wie jedes Spiel ein Kern Problem hat : Verschwendete Zeit und weitere Folgen, die von Manfred Spitzer erläutert werden. Mit der Minecon 2018 hat sich der Gedanke bei mir verstärkt, da es mich richtig anwidert, das Minecraft auch in Schulen, im Unterricht genutzt werden soll, mit der Education Edition. Die Education Edition ist für mich der größte Fehler von Mojang. Die hätten sich niemals von Microsoft kaufen sollen und auch nicht diese Idee gehabt haben sollen.

Wenn Minecraft an Schulen, im Unterricht verwendet werden soll, am besten um zu übertreiben, gleich an jeder Schule, dann ist es kein Spiel für mich mehr. Es wird zu einen Lernprogramm. Es wär dann kein Kinder-Jugendspiel mehr sondern nur noch ein Kinderspiel. Schon jetzt finde ich komisch, das Erwachsende Minecraft spielen.

Zuletzt noch wie ich die Entwicklung abschätze. Minecraft wird sich noch für eine sehr lange Zeit weiter entwickeln und weiter kommerzialisieren.
In welche Richtung : Keine Ahnung.

Kommentare zu meiner Antwort von jeden erwünscht. Ich bin jedoch Kritikunempfindlich gegen Schönschreibern der Education Edition. Bin halt vom Spitzervirus infiziert, jedoch weis ich nicht in welchen Stadium ich bin.
 

SirYwell

Kuhfänger
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Minecraft
SirYwell
#3
Wie ich es derzeit an meinen Server merke, ist es für kleine Server schwer neue Spieler zu finden, die auch länger bleiben. Was ich bemerkt hab ist, das es früher einfacher war, neue Mitglieder zu bekommen. Manchmal Frage ich mich auch ob es sich überhaupt lohnt den Server weiter am laufen zu lassen. Mit lohnen mein ich, das man nicht dauernt alleine auf dem Server ist.
Das Problem ist, dass es tausende gleiche Server in mittlerer bis schlechter Qualität gibt. Das ist meines Erachtens für viele auch ein Grund, nicht mehr auf Servern zu spielen, weil man keine vernünftigen mehr findet, wo man nicht dauernd nur Probleme hat mit Technik, Team etc.
Die aktuelle "Best Practice" [Beste Praktik] um einen Minecraft Server (erfolgreich) zu betreiben ist die standart Angebote anzubieten, möglichst viel Werbung machen, also auf so vielen Serverlisten wie möglich eintragen und erfolgreiche Angebote zu kopieren.
Vielleicht solltest du den Abschnitt nochmal durchlesen, in dem du über geringe Spielerzahlen klagst. Sowas kann nicht erfolgreich sein.
Für Bedrock Server gibt es eigende Serverlisten. Auf der Minecon 2017 wurde angekündigt, das Spieler "bald" Platform übergreifend auf Servern spielen können. Damit waren wohl anscheinend nur die Bedrock Edition gemeint mit all ihren verschiedenen Konsolen.
Plattformübergreifendes Spielen geht von Haus aus nur mit der Bedrock Edition, weil diese sich (noch) zu sehr von der Java Edition unterscheidet.
Die Education Edition ist für mich der größte Fehler von Mojang. Die hätten sich niemals von Microsoft kaufen sollen und auch nicht diese Idee gehabt haben sollen.
Auch wenn du "kritikunempfindlich" bist, lass ich dir mal den Wiki-Eintrag zur Education Edition da. Dort kann man lesen, dass das keineswegs von Microsoft ins Leben gerufen wurde. Microsoft-Bashing wegen Minecraft ist sowieso in 99% der Fälle absolut sinnlos. Nur weil Mojang jetzt zu Microsoft gehört, sind noch lange nicht alle Ideen der Entwickler ein Verbrechen des Konzerns. Ob es sinnvoll ist, Minecraft oder andere Spiele im Unterricht einzusetzen, ist allerdings ein ganz anderes Thema.
 

Blockempirium

Schafhirte
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Minecraft
Mulcho
#4
Wenn du, wie du sagst, nur 1.5 Jahre weg warst, dann wirst du feststellen, dass sich im Allgemeinen kaum etwas geändert hat. Die Serverversion damals dürfte die 1.11 gewesen sein, heute würde man eher die 1.12 antreffen, oder seltener die noch recht frische 1.13 – hier also eher kleine Schritte. Es gibt - wie damals auch - noch die Fraktion der ewig Gestrigen, die weiter auf 1.8 Versionen hosten; auch die sind uns erhalten geblieben.
Die Technologie, die für Java Edition Server verwendet wird, ist weitestgehend die gleiche. Wenn du ohnehin schon Erfahrung damit hast, solltest du dich schnell wieder zurechtfinden können. Gleiches gilt für die Verfügbarkeit von Plugins.

Was die Spielerzahlen angeht, so gibt es leider keine verlässlichen Zahlen. Der Ticker unter minecraft.net/store steht derzeit bei knapp unter 29 Mio. verkauften Kopien für die Java Edition, steigt aber auch merklich langsamer als noch vor 3 Jahren. Ich persönlich frequentiere eine Hand voll kleinerer spezialisierter Server, wo ich über den betreffenden Zeitraum keine ungewöhnlichen Schwankungen in den Spielerzahlen feststellen konnte. Für eine qualitativ bessere Aussage zu Spielerzahlen würde ich mich an deiner Stelle eher an die größeren Server wenden.

Nun, was hat es mit der Bedrock Edition auf sich? Zunächst einmal ist Bedrock, oder einfach nur „Minecraft“, wie es offiziell heißt, die Version, die sich mittlerweile auf nahezu allen gängigen Plattformen etabliert hat. Dazu gehören Android, iOS, Xbox, Playstation, Switch und natürlich auch Windows PC, sowie einige andere. Die Spielerzahl ist mittlerweile um ein Vielfaches höher als die der Java Edition und kann wohl generell als stark steigend betrachtet werden.

Bedrock Server jedoch sind nicht so simpel wie ihr Java Counterpart. Die großen Bedrock-Server sind ausnahmslos im Minecraft Partner Programm, werden im Client gefeatured und verfügen über die Ressourcen eigene Serversoftware zu entwickeln.
Danach kommt erst einmal lange nichts. Freie Serversoftware, wie die von dir erwähnten Java und PHP Lösungen, entstammen der Community und sind aktuell in keinem sinnvoll einsetzbaren Stadium. Es ist ebenso zweifelhaft, ob sie dort jemals ankommen werden, denn die Bedrock-Edition hat schlicht einen komplett anderen Fokus als das, was wir von Java her kennen.

Es gibt einen wöchentlichen Zustrom an Content in Form von Maps über den integrierten Marketplace und es ist vergleichsweise einfach, diese mit anderen Spielern per Friendlist zu spielen. Wer erstellt diese Maps? Mapmaker im Minecraft Partner Programm, was wiederum von Seiten Microsofts kuratiert wird. Und hier schließt sich der Kreis.
Die Bedrock Edition bietet über das Partner Programm kommerziell orientierten Content-Erstellern die Möglichkeit, die Sache professionell zu betreiben, schließt aber damit gleichermaßen die Tür für alle die nicht im Club sind.

Wo geht die Reise meiner Meinung nach hin? Zunächst einmal denke ich, dass sich Minecraft noch über viele Jahre halten und dabei weiter wachsen wird. Mit Spin-off Titeln - wie dem kürzlich vorgestellten Minecraft-Dungeons - sowie der stetig wachsenden Präsenz auf allen denkbaren Videospielplattformen ist noch ein gutes Stück Luft nach oben.
Gleichzeitig sehe ich aber auch die Bedeutung der Java-Edition schwinden, denn mittelfristig wird sich die Frage stellen, was neue Spieler dazu bewegen wird, diese zu spielen. Bedrock wird in aller Regel die erste Art von Minecraft sein, die einem neuen Spieler begegnet. Ausgestattet mit einem riesigen Pool an (kostenpflichtigen) frischen Inhalten, mit Cross-Platform Multiplayer über Konsolen und Handys hinweg und ohne den Umweg über einen privaten Server ist die Bedrock Edition das deutlich zeitgemäßere Spiel. Nun gehe ich nicht davon aus, dass die Java-Edition in Kürze komplett aussterben wird – ihr Fokus wird sich schlicht verändern.

Deiner Fragestellung entnehme ich, dass du auf einen finanziell tragfähigen oder lukrativen Server abzielst. Dazu kann ich nur sagen, dass es aus den oben geschilderten Gründen in Zukunft trotz steigender Spielerzahlen vermutlich deutlich schwieriger werden wird, mit Minecraft nennenswerte Einkünfte zu erzeugen, ohne direkt mit Microsoft im Bunde zu sein.
 

Teayo

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Minecraft
Teayo
#5
Das Problem ist, dass es tausende gleiche Server in mittlerer bis schlechter Qualität gibt. Das ist meines Erachtens für viele auch ein Grund, nicht mehr auf Servern zu spielen, weil man keine vernünftigen mehr findet, wo man nicht dauernd nur Probleme hat mit Technik, Team etc.
Ja es ist gut möglich, das mein Server so ein Problem hat.

Die aktuelle "Best Practice" [Beste Praktik] um einen Minecraft Server (erfolgreich) zu betreiben ist die standart Angebote anzubieten, möglichst viel Werbung machen, also auf so vielen Serverlisten wie möglich eintragen und erfolgreiche Angebote zu kopieren.
Vielleicht solltest du den Abschnitt nochmal durchlesen, in dem du über geringe Spielerzahlen klagst. Sowas kann nicht erfolgreich sein.
Gut hier muss ich mich korrigieren. Was ich vorher als beste Praktik deklariert hab, würde ich jetzt als häufigste Praktik deklarieren. Für eine beste Praktik habe ich nun keine Antwort mehr.

Auch wenn du "kritikunempfindlich" bist, lass ich dir mal den Wiki-Eintrag zur Education Edition da. Dort kann man lesen, dass das keineswegs von Microsoft ins Leben gerufen wurde. Microsoft-Bashing wegen Minecraft ist sowieso in 99% der Fälle absolut sinnlos. Nur weil Mojang jetzt zu Microsoft gehört, sind noch lange nicht alle Ideen der Entwickler ein Verbrechen des Konzerns. Ob es sinnvoll ist, Minecraft oder andere Spiele im Unterricht einzusetzen, ist allerdings ein ganz anderes Thema.
Ist halt meine Einstellung dazu. Daran kann niemand etwas ändern.
 
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