Verzeih mir bitte
@Baba43, dass ich unter anderem von Versicherungen, Ärzten, Banken und nicht zuletzt dem Staat erwarte, dass er meine Daten zu schützen hat. Niemand wird gezwungen die Daten anderer Menschen zu speichern, aber wenn er es tut ist es seine scheiß verdammte Verantwortung dafür zu sorgen, dass die Daten sicher sind. Im übrigen sieht der Gesetzgeber das grundsätzlich auch so, daher trägst du z.B. eine Mitschuld, wenn du dein Auto nicht abgeschlossen hast und jemand damit einen Unfall baut. Genau so bist du mitschuldig, wenn du deine Schusswaffen nicht ausreichend sicherst (was übrigens ebenfalls Geld kostet). Auch wer seine Haustür nicht abschließt oder z.B. ein einfaches Buntbartschluss benutzt ist mitschuldig. Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich, aber jeder hat dafür zu Sorgen, dass er nicht unnötig Gefahren in die Welt setzt.
Würde ich deiner Argumentation folgen, bräuchte ich keine Türschlösser, Passwörter, PINs, Zugangskontrollen und Weiteres. Denn, so deine Argumentation, schuld ist stets der, der die Tat begeht. Sicherheit kostet Geld und wer nicht bereit ist dieses Geld zu zahlen, der handelt in der Regel fahrlässig. Schaffen wir doch TÜV, Arbeitsschutz und Lebensmittelkontrollen ab. 100% Schutz bieten sie ja eh nicht, sie reduzieren zwar nachweislich die Gefahr, dass es zu einem Unglück kommt DEUTLICH, aber kostet doch nur alles Geld. Was ist denn das bitte für eine Einstellung?
"ausreichend" ist daher alles, was zumutbar ist. Und ja, "zumutbar" ist ebenfalls wieder so ein schwammiges Wort, ein bisschen gesunder Menschenverstand hilft da ganz gut, ansonsten haben Gerichte in der Vergangenheit schon mehrfach bezüglich aller Möglicher Themen entschieden, was "zumutbar" ist. Erklär mir bitte bei der Gelegenheit auch bitte, was ich als Nutzer denn gegen das Geschlampe der Telekom tun soll? Was soll vor allem Oma Erner tun, die davon gar keine Ahnung hat und einfach auf die Telekom vertraut? Ist die jetzt etwa auch schuld, weil sie sich ja nicht über TCP/IP informiert hat? Was genau hätte ich denn deiner Meinung nach tun sollen, damit mein Account auf bukkit.org nicht geklaut worden wäre? Ich hatte den Admins übrigens vor Jahren gesagt, dass sie bitte meinen Account löschen sollen, haben sie aber nur zum Teil getan, also wo ist das bitte nun mein Fehler? Wo hätte ich mehr tun sollen?
Nein, ganz sicher nicht, wer einen Dienst anbietet ist auch für dessen Sicherheit verantwortlich. Insbesondere dann, wenn der Nutzer des Dienstes quasie zur Nutzung gezwungen ist. (Beispiele habe ich eingangs erwähnt).