C
Cabraca
Guest
Update:
In einem Gespräch mit den Betreibern von Glizer wurden nun einige angesprochene Sachen behoben.
Zum einen gibt es auf der Seite von Glizer nun verbesserte Privatsphäre-option. Damit ist es nun möglich das Profil komplett Privat zu schalten.
Dazu registriert ihr euch auf glizer.net, loggt euch ein und klickt dann den Link "Disable Account". Damit wird nurnoch euer Minecraftname und die Reputation, aber keine persönlichen Daten mehr gespeichert.
Zum anderen wurde in den aktuellen Entwicklerversionen des Glizer-Plugins eine NoIP option eingefügt.
Damit ist es möglich das Senden von IP-Adressen komplett zu unterbinden.
Serverbetreiber sollten mit diesen Optionen Glizer in Deutschland rechtssicher betreiben können.
Außerdem möchte ich jeden bitten E-Mails mit Beleidigungen und Morddrohungen an das Glizer-Team zu unterlassen.
Dies ist nicht nur strafbar sondern führt auch nicht zu einer Lösung.
Wer möchte, dass sein Account deaktiviert / Daten gelöscht werden kann dies über die Links auf der Webseite von Glizer machen.
Ich bedanke mich hiermit nochmal für das Gespräch mit Krim und unimatrix999 und sehe die Sache hiermit als erledigt an.
Nachdem wir alle den Weltuntergang überlebt haben möchte ich heute auf ein Thema hinweisen, was für viele Server ebenfalls wichtig ist.
Nach der heutigen Rechtslage in Deutschland und der momentanen Funktion vieler GlobalBannSysteme machen sich Serverbesitzer, die ein solches System einsetzen rechtlich angreifbar.
Hintergrund:
Viele Systeme (Glizer [Stellungsnahme], MCBans) senden unter anderem die IP eines Spielers an die Server des Systems und verbinden diese mit einem Pool an weiteren Daten um ggf. alternative Accounts zu erkennen. Dieser Weitergabe von Daten haben Spieler in vielen Fällen nicht wissentlich zugestimmt, da bereits beim Betreten eines Servers die Daten an die Server der BannSysteme übermittelt werden. Damit macht sich nach deutschem Recht zum einen der Serverbetreiber strafbar, da er personenbezogene Daten unerlaubt an andere Dienste übermittelt. Zum anderen machen sich damit nach deutschem Recht auch die Betreiber der BannSysteme strafbar, da diese personenbezogene Daten speichern ohne die Erlaubnis dafür zu haben. Hier nimmt Glizer eine Sonderrolle ein, da es soweit ich weiß das einzige BannSystem ist, welches seine Server in Deutschland betreibt und sich damit wissentlich nicht an deutsche Gesetze hält.
Problem:
Nun kann es passieren, dass durch dynamische IP-Adressen andere Accounts unter euren alternativen Accounts erscheinen weil zufällig ein anderer Minecraftspieler mal die gleiche IP hatte wie ihr. Das führt nicht nur dazu, dass die Liste alternativer Accounts an bedeutung verliert sondern auch, dass es dadurch auch im echten Leben zu Problemen kommen kann.
Beispiel:
Ihr betreibt einen Minecraftserver und habt eine Homepage inkl. Impressum mit euren echten Daten. Allein dadurch wird euer Minecraftname schon mit eurem echten Namen in Verbindung gebracht. Nun stellt euch vor durch Zufall wird euch ein alternativer Account in einem der BannSysteme angehängt. Dieser andere Account ist mehrfach wegen DDoS, Beleidigung, ***ismus, etc bei verschiedenen Servern gebannt. Nun bewerbt ihr euch bei eurem zukünftigen Arbeitgeber. Die Personalabteilung findet eure Serverwebseite und sucht dann weiter mit eurem Minecraftnamen. Plötzlich stolpert ein Personalmitarbeiter über das Webpanel eines BannSystems in dem euer Account mit oben genannten Dingen in verbindung gebracht wird. Eine klar denkende Personalabteilung wird euch nun ganz sicher nicht einstellen.
Aktualität:
Wie ich oben bereits geschrieben habe nimmt Glizer hier einen Sonderfall ein, da die Server in Deutschland stehen und genau deshalb auch der Post hier. Ich weiß, dass es diese Fälle von falschen alternativen Accounts gibt und dass Anzeige gegen Glizer gestellt worden ist. Außerdem wurde der Bundesdatenschutzbeauftragte und die Datenschutzbeauftragten der Länder informiert. Daraufhin hat Glizer ihre Datenschutzrichtlinien veröffentlicht. Trotzdem macht sich jeder Server, der momentan Glizer nutzt und Daten der User ohne deren Zustimmung weiterleitet strafbar. Dass es auf Grund von Datenschutzproblemen schon mehrfach bezüglich MCBans "gekracht" hat sollte ja mittlerweile bekannt sein.
Sollte die Anzeige für Glizer schlecht ausgehen könnte ich mir vorstellen, dass dies weitreichende Folgen für deutsche Minecraftserver haben könnte, wenn globale BannSysteme genutzt werden. Ich sage nur Abmahnwelle!
Rechtliche Basis:
Das alles basiert auf dem Recht auf Informationelle Selbstbestimmung. Die Weitergabe von personenbezogenen Daten darf nur mit Einwilligung der betroffenen Person geschehen. Dies ist bei vielen BannSystemen nicht der Fall.
Ich hoffe dieser Post regt Serverbetreiber, die ein BannSystem nutzen oder darüber nachdenken eines zu nutzen, an sich auch über die rechtliche Seite etwas zu informieren.
Wer genau die Anzeige gegen Glizer gestellt hat werde ich hier nicht sagen. Wenn er sich hier meldet ist das seine Entscheidung.
MFG Cab
PS: Ich bin kein Anwalt, dies ist keine Rechtsberatung.
In einem Gespräch mit den Betreibern von Glizer wurden nun einige angesprochene Sachen behoben.
Zum einen gibt es auf der Seite von Glizer nun verbesserte Privatsphäre-option. Damit ist es nun möglich das Profil komplett Privat zu schalten.
Dazu registriert ihr euch auf glizer.net, loggt euch ein und klickt dann den Link "Disable Account". Damit wird nurnoch euer Minecraftname und die Reputation, aber keine persönlichen Daten mehr gespeichert.
Zum anderen wurde in den aktuellen Entwicklerversionen des Glizer-Plugins eine NoIP option eingefügt.
Damit ist es möglich das Senden von IP-Adressen komplett zu unterbinden.
Serverbetreiber sollten mit diesen Optionen Glizer in Deutschland rechtssicher betreiben können.
Außerdem möchte ich jeden bitten E-Mails mit Beleidigungen und Morddrohungen an das Glizer-Team zu unterlassen.
Dies ist nicht nur strafbar sondern führt auch nicht zu einer Lösung.
Wer möchte, dass sein Account deaktiviert / Daten gelöscht werden kann dies über die Links auf der Webseite von Glizer machen.
Ich bedanke mich hiermit nochmal für das Gespräch mit Krim und unimatrix999 und sehe die Sache hiermit als erledigt an.
Nachdem wir alle den Weltuntergang überlebt haben möchte ich heute auf ein Thema hinweisen, was für viele Server ebenfalls wichtig ist.
Nach der heutigen Rechtslage in Deutschland und der momentanen Funktion vieler GlobalBannSysteme machen sich Serverbesitzer, die ein solches System einsetzen rechtlich angreifbar.
Hintergrund:
Viele Systeme (Glizer [Stellungsnahme], MCBans) senden unter anderem die IP eines Spielers an die Server des Systems und verbinden diese mit einem Pool an weiteren Daten um ggf. alternative Accounts zu erkennen. Dieser Weitergabe von Daten haben Spieler in vielen Fällen nicht wissentlich zugestimmt, da bereits beim Betreten eines Servers die Daten an die Server der BannSysteme übermittelt werden. Damit macht sich nach deutschem Recht zum einen der Serverbetreiber strafbar, da er personenbezogene Daten unerlaubt an andere Dienste übermittelt. Zum anderen machen sich damit nach deutschem Recht auch die Betreiber der BannSysteme strafbar, da diese personenbezogene Daten speichern ohne die Erlaubnis dafür zu haben. Hier nimmt Glizer eine Sonderrolle ein, da es soweit ich weiß das einzige BannSystem ist, welches seine Server in Deutschland betreibt und sich damit wissentlich nicht an deutsche Gesetze hält.
Problem:
Nun kann es passieren, dass durch dynamische IP-Adressen andere Accounts unter euren alternativen Accounts erscheinen weil zufällig ein anderer Minecraftspieler mal die gleiche IP hatte wie ihr. Das führt nicht nur dazu, dass die Liste alternativer Accounts an bedeutung verliert sondern auch, dass es dadurch auch im echten Leben zu Problemen kommen kann.
Beispiel:
Ihr betreibt einen Minecraftserver und habt eine Homepage inkl. Impressum mit euren echten Daten. Allein dadurch wird euer Minecraftname schon mit eurem echten Namen in Verbindung gebracht. Nun stellt euch vor durch Zufall wird euch ein alternativer Account in einem der BannSysteme angehängt. Dieser andere Account ist mehrfach wegen DDoS, Beleidigung, ***ismus, etc bei verschiedenen Servern gebannt. Nun bewerbt ihr euch bei eurem zukünftigen Arbeitgeber. Die Personalabteilung findet eure Serverwebseite und sucht dann weiter mit eurem Minecraftnamen. Plötzlich stolpert ein Personalmitarbeiter über das Webpanel eines BannSystems in dem euer Account mit oben genannten Dingen in verbindung gebracht wird. Eine klar denkende Personalabteilung wird euch nun ganz sicher nicht einstellen.
Aktualität:
Wie ich oben bereits geschrieben habe nimmt Glizer hier einen Sonderfall ein, da die Server in Deutschland stehen und genau deshalb auch der Post hier. Ich weiß, dass es diese Fälle von falschen alternativen Accounts gibt und dass Anzeige gegen Glizer gestellt worden ist. Außerdem wurde der Bundesdatenschutzbeauftragte und die Datenschutzbeauftragten der Länder informiert. Daraufhin hat Glizer ihre Datenschutzrichtlinien veröffentlicht. Trotzdem macht sich jeder Server, der momentan Glizer nutzt und Daten der User ohne deren Zustimmung weiterleitet strafbar. Dass es auf Grund von Datenschutzproblemen schon mehrfach bezüglich MCBans "gekracht" hat sollte ja mittlerweile bekannt sein.
Sollte die Anzeige für Glizer schlecht ausgehen könnte ich mir vorstellen, dass dies weitreichende Folgen für deutsche Minecraftserver haben könnte, wenn globale BannSysteme genutzt werden. Ich sage nur Abmahnwelle!
Rechtliche Basis:
Das alles basiert auf dem Recht auf Informationelle Selbstbestimmung. Die Weitergabe von personenbezogenen Daten darf nur mit Einwilligung der betroffenen Person geschehen. Dies ist bei vielen BannSystemen nicht der Fall.
Ich hoffe dieser Post regt Serverbetreiber, die ein BannSystem nutzen oder darüber nachdenken eines zu nutzen, an sich auch über die rechtliche Seite etwas zu informieren.
Wer genau die Anzeige gegen Glizer gestellt hat werde ich hier nicht sagen. Wenn er sich hier meldet ist das seine Entscheidung.
MFG Cab
PS: Ich bin kein Anwalt, dies ist keine Rechtsberatung.
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