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Real Life Diskussion: Mobilität der Zukunft?

Wie bewegst du dich hauptsächlich fort?


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BloodSKreaper

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BloodSKreaper
Guten Tag,

seit einigen Jahren immer wieder die E-Mobilität als Zukunft angepriesen wird frage ich mich gelegentlich, ob das tatsächlich so sinnvoll ist, wie es auf den ersten Blick aussieht. Sicher ist auf jeden Fall eines: Es gibt in Deutschland zu viel Verkehr auf den Straßen und in seiner derzeitigen Form produziert dieser zu viele Abgase. Was also spricht gegen Elektroautos mit Batterien? Die Autos würden dann ja keine Abgase mehr erzeugen.

Dass ein Elektroauto im Alltagsbetrieb weniger Abgase erzeugt als ein Verbrenner scheint für jeden klar, der schon einmal neben einem fahrendem Elektroauto gestanden hat. Allerdings muss man aber berücksichtigen, dass ein E-Auto auch irgendwoher die gespeicherte Energie nehmen muss. Erzeuge Deutschland all diese Energie aus erneuerbaren Quellen, so wäre hier kein Problem, aber in Deutschland sind wir noch lange nicht so weit. Mehr als 61% des Stroms stammt aus nicht erneuerbaren Energieträgern wie Kohle oder Erdgas. Okay, aber der Kohleausstieg ist ja bis 2038 geplant, das heißt ja wir erzeugen dann unseren Strom ohne fossile Brennstoffe, oder? Nein das kann man so leider nicht sagen. Während der Anteil der Kohle an der Energieerzeugung abnimmt nimmt nicht nur der Anteil der erneuerbaren Energien zu, sondern auch Erdgas ist im Kommen. Es werden Erdgas-Pipelines gebaut, Gaskraftwerke errichtet und Erdgas wird als klimafreundlicher Energieträger angepriesen, was schlicht falsch ist. Per Definition ist Erdgas ein fossiler Brennstoff. Das heißt auch hier wird Kohlenstoffdioxid freigesetzt, der seit Millionen von Jahren in der Erde eingelagert ist. Abgesehen davon ist Methan, ein Hauptbestandteil des Erdgases noch klimaschädlicher als CO2 und bei der Erzeugung und beim Transport von Erdgas entweicht ein nicht unwesentlicher Anteil des Methans in die Erdatmosphäre. Hierbei gibt es aber leider keine verlässlichen Messwerte, da oftmals die offiziellen Werte im Vergleich zu den Messwerten von NGOs geringer sind. Es hat fast den Anschein, als wolle man das Problem verbergen. Solange man aber immernoch auf fossile Energieträger zurückgreift kann man definitiv nicht von klimafreundlicher Energieerzeugung sprechen. Im Vergleich zur Kohleenergie hat man höhere Wirkungsgrade bei der Energieerzeugung, aber das verhindert nicht, dass kontinuierlich CO2 in die Atmosphäre geblasen wird. Zusammenfassend kann man also sagen, dass Elektroautos nur auf den ersten Blick ohne stetige CO2-Emissionen auskommen und klimafreundlich sind. Abgesehen davon wurden die Emissionen, die bei der Herstellung eines Elektroautos um ein wesentliches höher sind als bei der Herstellung eines Verbrenner-PKWs noch garnicht berücksichtigt...
Das Problem liegt auf der Hand: Es wird nicht vollständig auf erneuerbare Energien umgestiegen.

Dabei haben erneuerbare Energien ein so großes Potential und sind tatsächlich klimaschonend. Natürlich ist es schwierig Wind-Strom aus der Nordsee im Süden Deutschlands zu nutzen, aber wenn der Transport über Oberleitungen nicht funktioniert müssen eben andere Möglichkeiten geschaffen werden. So wäre es denkbar, dass Wasser mit dem Strom der Windräder mittels Elektrolyse in Sauerstoff und Wasserstoff gespalten wird. Dieser so gewonnene Wasserstoff könnte dann über Pipelines, Schienen, oder über Binnenschiffe transportiert werden und schließlich dort für die Stromerzeugung eingesetzt werden, wo der Strom benötigt wird. Natürlich ginge bei der Umwandlung von Strom zu H2 zu Strom Energie verloren, aber bis jetzt gibt es noch keine wirkliche Lösung, mit der Strom nachhaltig gespeichert werden kann, weshalb alternativ die Windräder wegen Überproduktion einfach still stehen. Außerdem könnten mit dem Wasserstoff nicht nur Strom-Kraftwerke angetrieben werden, sondern mit Wasserstoff als Energieträger könnten Autos, LKWs, Busse direkt betrieben werden, alte Diesel-Loks durch Wasserstoff-Züge ersetzt werden und die dreckigen Schiffsmotoren durch an Elektromotoren gekoppelte Brennstoffzellen ersetzt werden. Das Beste dabei: Als Abgas entsteht nur Wasser.

Leider sind derzeitig solche Technologien noch sehr teuer und werden deshalb höchstens von umweltbewussten Städten unterstützt. Allerdings hat man hierbei das Problem, dass zur Zeit der Wasserstoff hauptsächlich aus fossilen Energieträgern stammt, zum Beispiel aus Erdgas. Hieran ist recht schnell ersichtlich, dass es der Natur nichts nützt, wenn Endnutzer auf Wasserstoff-Technologien umsteigen. Es muss bereits beim Erzeuger von Wasserstoff mit nachhaltigen Ressourcen gearbeitet werden.

Am einfachsten lässt sich aber dennoch die Umwelt schonen, indem schlicht und ergreifend nicht so viel Energie verbraucht wird. Hiermit meine ich nicht nur, dass man die alten Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzt, sondern auch einfach auf das eigene Auto verzichtet und den öffentlichen Personen-Nahverkehr nutzt. Gleichzeitig führt das zu weniger Verkehr auf deutschen Straßen. Natürlich ist es Wichtig, dass Anbieter des ÖPNV genügend Verbindungen anbieten, um die Nutzung attraktiv zu gestalten. Während dies dazu führen würde, dass die sowieso schon viel zu teuren Tickets noch teurer werden sehe ich die Politik in der Pflicht ÖPNV-Anbietern genügend Steuergelder zur Verfügung zu stellen um einen Preisanstieg zu vermeiden. Schließlich handelt es sich hierbei um ein Thema, das die komplette BRD betrifft.

Aber nicht nur im Personenverkehr sollte man auf diese Art Energie sparen: Während die Deutsche Bahn seit Jahren Schienen zurückbaut, verlagert sich der Güterverkehr immer stärker auf die Straßen. Diese Entwicklung sollte auf jeden Fall gestoppt werden und im Besten Falle komplett umgekehrt werden --> Mehr Schienen, Weniger LKW-Verkehr. Vereinzelte verlassene Gleise in Industriegebieten lassen vermuten, dass es mal eine Zeit gab, in der Güter direkt vom Produzenten auf Schienen gebracht wurden... Das Ziel sollte sein, dass LKW nurnoch dafür eingesetzt werden um Güter von Güterbahnhöfen zum Endkunden zu bringen und nicht dafür um Güter einmal durch die ganze Bundesrepublik zu transportieren um die Güter im Süden auf die Gleise zu verfrachten.


Um das Problem des zu starken Verkehrs sowie der Umweltbelastung durch Abgase zu beheben wäre also eine weitreichende Reform des Energienetzes und Verkehrsnetzes sowie ein Umdenken nötig. Ich sehe die Politik in der Pflicht Entscheidungen zu treffen um eine wirkliche Energiewende und umweltschonende Fortbewegung zu ermöglichen bzw. zu fördern. Gerne auch mal mit revolutionären Ideen wie Nachtfahrverbote für LKWs, Verbieten des KFZ-Verkehrs in Städten oder der Wieder-Verstaatlichung der Deutschen Bahn. Dies sollte aber mit entsprechenden Ausgleichsmaßnahmen einhergehen, denn keiner Verzichtet auf sein Auto, wenn er dann nicht mehr zu seiner Wohnung kommt.

Freundliche Grüße
BloodSKreaper
 
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Baba43

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baba43
Ich glaube, dass die Gesellschaft das Problem in dieser Form gar nicht mehr hätte, wenn wir den Kapitalismus überwinden könnten. Man bräuchte weder so viele Transportmittel, noch müssten alle Menschen zur selben Zeit im Stau stehen, um sinnlosen Tätigkeiten nachzugehen und man hätte auch keine Lobby für das ein oder andere Transportmittel, sondern man könnte stets die Technologien entwickeln, umsetzen und nutzen, die für Mensch und Umwelt am besten sind.

Ja, diese Meinung geht etwas weiter als das Thema, aber ich glaube mittlerweile, dass wir vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen. Wir beschweren uns andauernd über die völlig logischen Konsequenzen eines Systems, das sich selbst dient und nicht dem Menschen. Vielleicht sollte man etwas tiefer graben, um die Ursachen der Probleme zu finden, denn selbst wenn man noch ein paar Tropfen verhindern kann, wird das Fass überlaufen.
 

BloodSKreaper

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BloodSKreaper
Interessante Sichtweise, aber schlicht sagen, dass Kapitalismus daran schuld sei finde ich etwas fragwürdig. Welche Belege hast du dafür und hast du Alternativen, die klar überlegen sind? Du bestreitest aber sicherlich nicht, dass man auch für ein "nichtkapitalistisches" System Energie benötigt unter Anderem für Forschung und Medizin. Auch benötigt man Arbeitskräfte, die nicht immer an ihrer Arbeitsstelle wohnen -> Personenverkehr. Ebenfalls müssen die Leute von etwas leben und nicht überall wird Nahrung erzeugt -> Güterverkehr
Das heißt so einfach kann man sich die Beantwortung dieser Frage bzw. des Problems nicht machen.

Freundliche Grüße
BloodSKreaper
 

Daniel

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Loewengrube
Du bestreitest aber sicherlich nicht, dass man auch für ein "nichtkapitalistisches" System Energie benötigt unter Anderem für Forschung und Medizin. Auch benötigt man Arbeitskräfte, die nicht immer an ihrer Arbeitsstelle wohnen -> Personenverkehr. Ebenfalls müssen die Leute von etwas leben und nicht überall wird Nahrung erzeugt -> Güterverkehr

Was @Baba43 damit wahrscheinlich meint, ist der Fakt, dass in einem weitgehend freien kapitalistischen System nur Einzelinteressen von Bedeutung sind. Zwar fußt das Ganze auf dem Modell, dass eine Hand die andere wäscht, aber Ressourcen werden hauptsächlich zum Erreichen kleinerer Ziele anstelle wichtiger Meilensteine eingesetzt. In einer Welt, in der Energie, Geld und Arbeitskraft gezielt und zentral gesteuert zur Verwirklichung großer Ziele wie Umweltschutz, Bekämpfung des Welthungers und was weiß ich noch alles eingesetzt werden, kommt die Menschheit in ihrer Entwicklung schneller voran. Zumindest theoretisch. Praktisch gab es das schon als Planwirtschaft im Kommunismus und war absoluter Schrott, aber im Kopf oder Computerspielen funktioniert es halt doch. :p

_________________________________​

Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen: Umwelt- und Klimaschutz ist ein leidiges Thema, weil es immer zu Lasten der Wirtschaft und der eigenen Bequemlichkeit geht - wird zumindest behauptet. Hätte man beim Aufkommen der Klimabedenken gehandelt und frühzeitig umfassende Vorbereitungen zur Energiewende und Grundlagenforschung getroffen, würde heute niemand schreien, dass die Wirtschaftsleistung einbricht.

Wenn es um den Wandel der Energiequellen geht, ist das mit Investitionen und Verlusten verbunden. Kein Unternehmen steckt freiwillig Unmengen an Geld in Forschung und Erschließung neuer Energien, wenn Politik und Kunden keinen Anlass dazu geben. Kein Politiker (bzw. Regierungspolitiker) ruft zu sofortigen Umstrukturierungen auf, wenn er dafür wichtige Wahlkampfspenden von Unternehmen verliert oder den massenhaften Verlust von Arbeitsplätzen im Ruhrgebiet zu verantworten hat. Und kein Bürger verzichtet freiwillig auf seinen Lebensstil und -standard, wenn ihm keine ebenso komfortablen Alternativen geboten werden. Dass Unternehmen, die nicht in die Zukunft investieren, in 20 Jahren nicht mehr existieren und 10.000 Arbeitsplätze ein feuchter Witz gegen das Aussterben der menschlichen Rasse sind, mag zwar den meisten Entscheidungsträgern klar sein, aber wenn die Auswirkungen ihres Handelns eintreten und jegliche Gegenmaßnahmen zu spät kommen, sind sie schon lange dabei, zur nächsten Erdgasquelle zu werden.

Ökologie und Ökonomie sind wichtige Bestandteile meines Studiums und alleine an der Baubranche sieht man, wie sehr die Entwicklung schleicht. Es liegt dabei keinesfalls am Stand der Wissenschaft, sondern an Bequemlichkeit und Nachlässigkeit, dass Nachhaltigkeit in unserer Gesellschaft so hinterherhinkt. Unmengen an Energie gehen vor allem im Gebäudebestand flöten, was selbstverständlich ist, wenn man bedenkt, dass vor 30 Jahren Dämmung noch ein exotisches Fremdwort war und heute keiner mehr spontan 70.000€ übrig hat, um eine umfassende energetische Sanierung durchzuführen. Die meisten Gütesiegel besitzen die Aussagekraft eines Horoskops, die meisten Standards unter dem eines Passivenergiehauses sind salopp gesagt Schwachsinn und letzteres verbraucht beim Bau die gesamte Energie mehr, die es in seiner Lebenszeit einsparen würde.

Ich vertrete die radikale Meinung, dass eine Vernachlässigung des Umweltschutzes und Klimawandels nichts Geringeres als Völkermord an einer unbestimmten Anzahl zukünftiger Generationen ist, auf ein paar hundert Milliarden Menschenleben sollte man schnell kommen. Allerdings kann ich es auch keiner Partei übel nehmen, nicht konsequent durchzugreifen. Böse formuliert könnte man sagen, dass konsequentes Handeln in einer Demokratie wie der unseren gar nicht möglich ist: Keine Regierung, die den sofortigen Energiewandel fordert, wird in 4 Jahren erneut gewählt und keine wirklich fundamentale und schmerzhafte Maßnahme überlebt die Nachfolgeregierung. Wie soll man auch dem eigenen Volk erklären, seine Lebensweise zu ändern und auf einen Teil seines Wohlstands zu verzichten, wenn der Rest der Welt fleißig weiter den Planeten um seine Kohle erleichtert? Selbst kleinste Maßnahmen wie der Bau von Windrädern, Fahrverbote in Städten oder Geschwindigkeitsbegrenzungen münden in Bürgerinitiativen und inszenzierten Volksaufständen. Und wie soll man den aufstrebenden Entwicklungsländern, die nun auch endlich im Industriezeitalter angekommen sind, klarmachen, dass sie auf die Jahrzehnte voller Entwicklung und Wohlstand, die der Westen auf Kosten des Planeten durchlaufen hat, nun verzichten sollen, um unser aller Hintern zu retten? Das beste, was man in so einer Situation machen kann, ist das Formulieren von gerade noch akzeptabel klingenden Klimazielen, die in ferner Zukunft erreicht werden sollen, damit es an der künftigen Generation liegt, diese Vereinbarungen zu brechen.

Ich mag das alles zynisch sehen, aber an einen wirklichen Sinneswandel glaube ich nicht. Selbst in Ländern mit hohem Bildungsgrad ist nur ein erschreckend geringer Teil der Bevölkerung für diese Themen sensibilisiert und man sammelt keine Volksmassen hinter sich, wenn die konkreten Auswirkungen noch nicht zu spüren sind - wenn es aber soweit ist, bleibt uns eh nur noch, die letzten verbleibenden Jahre lang die Sau rauszulassen. Wer ein schlechtes Gewissen hat, soll Energiesparlampen kaufen, den PC nur 22 von 24h laufen lassen und die Grünen wählen (die ihre Ziele sowieso über den Haufen werfen, sobald sich ihnen die Chance auf eine Regierungsbeteiligung bietet).

MfG Daniel
 
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Baba43

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baba43
Ich möchte das Thema nicht zu weit entfremden, aber noch ganz kurz hierzu:

Praktisch gab es das schon als Planwirtschaft im Kommunismus und war absoluter Schrott
Diese Einstellung geht davon aus, dass wir derzeit etwas haben, das nicht "absoluter Schrott" ist und das sehe ich eben anders. Für mich ist der aktuelle Zustand logisch betrachtet eine Katastrophe und ein Armutszeugnis an die vermeintlich überliegendste Spezies auf diesem Planeten. Das ist aber wohl Ansichtssache und gehört in jedem Fall nicht in diesen Thread :)

Wer sich trotzdem dafür interessiert, dem empfehle ich Volker Pispers.
 
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BloodSKreaper

Vorarbeiter
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BloodSKreaper
ARTE hat eine interessante Doku zum LKW-Verkehr in Deutschland veröffentlicht:
oder https://www.arte.tv/de/videos/081593-000-A/wahnsinn-lkw/
Der tägliche Wahnsinn auf unseren Autobahnen: Fast 80 Prozent der Güter werden von Lkw transportiert. Und Berechnungen belegen: Rechnerisch sind über ein Drittel der Laster leer. Billiger Diesel, osteuropäische Fahrer, die zu Dumpinglöhnen arbeiten und eine klare Bevorzugung der Investitionen in die Straße machen den Lkw-Transport künstlich billig. Leidtragende sind wir Bürger. Fast 80 Prozent aller Waren und Güter werden mit dem Lastwagen transportiert. Mit drastischen Folgen für uns Bürger: Staus, Umweltverschmutzung, Gesundheitsrisiken, kaputte Straßen. Ein einziger Lkw richtet an unseren Autobahnen und Brücken so viel Schäden an wie 60.000 Pkws. Dabei fährt rechnerisch jeder dritte Lkw unbeladen. Schuld daran sind politische Entscheidungen und wirtschaftliche Interessen. Jedes online bestellte Paket muss so schnell wie möglich beim Kunden sein – und fährt unter Umständen in einem halbleeren Lkw von A nach B. Außerdem produziert die Wirtschaft inzwischen nach dem Just-in-Time-System: Zulieferteile werden direkt vor der Fertigung angeliefert. „Die Lager der Industrie sind auf die Straße verlegt worden und die rechte Autobahnspur ist jetzt die Lagerhalle. Das zahlen wir Steuerzahler, aber nicht die Unternehmen“, sagt Michael Cramer, Europaabgeordneter der Grünen. Billiger Diesel und osteuropäische Fahrer, die zu Dumping-Löhnen beschäftigt werden, machen Lkw-Transporte im Vergleich zur Alternative Bahn so günstig. Obendrein wird der Güterverkehr auf der Schiene immer wieder ausgebremst, weil Investitionen verschleppt werden. Beispiel: Adorf im tschechisch-deutschen Grenzgebiet. Weil am Grenzübergang auch die Elektrifizierung aufhört, läuft der Güterverkehr seit Jahren über die Straße und quer durch den Ort Adorf im Vogtland. Dass es anders geht, zeigt die Schweiz. Dort ist der Marktanteil für Güter auf der Schiene doppelt so hoch wie in Deutschland. Ergebnis einer konsequenten Verkehrspolitik – ohne Lobbyismus aus der Automobilindustrie.
 

Carrylard

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Da kann ich mich paule27 nur anschließen. Wie ich oben schon angekreuzt habe, versuche ich, alles nur Mögliche zu Fuß zu machen. Natürlich nicht kilometerweit. Aber ein Auto hab ich schon seit nunmehr 3 Jahren nicht mehr und es funktioniert trotzdem, irgendwie durchs Leben zu kommen.
 

betty520

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Ich denke stimmt mehr offentlich verehrsmittel für ein Land wie Deutschland ist ein gutes solution für weniger emitions von Transport. Aber für Länder das sind nicht so bevölkert man muss immer Auto benutzen denn Menschen leben nicht nahe beieinander. Zum beispiele ich komme aus Irland und es gibt nur gutes offentliche verkehrsmittel in Dublin. Das grund dafur ist es gibt nicht genug leute in anderen orten. Also für Irland es ist wichtig das wir können ein bestimmtes renewable energy quelle finden für sustainable Autos.
 

msnrr

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msnrr
Ich arbeite in der Automobilbranche und ich sehe die Elektromobilität bloß temporär als Lösung für die ganze Thematik.
Früher oder später werden wir entweder auf alternative Lösungen zurückgreifen oder die Art, wie wir uns derzeit bewegen (eigene Autos etc.) überdenken bzw. mehr auf Carsharing usw. gehen.
 

Noredien

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Noredien
Finde man sollte mehr auf öffentliche Verkehrsmittel setzen und die Radwege ausbauen. Zwar fände ich, dass Wasserstoff eine ganz gute Alternative als Antriebsstoff wäre bei den Autos, allerdings ist da auch viel Energie notwendig, die aufgebracht werden müsste, um den Wasserstoff herzustellen. Außerdem gibt es auch dann noch Energieverlust von ~30%.
 

Hilti

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Bin neulich das erste Mal Tesla gefahren... Schon schön die Dinger, nur die Beschleunigung unterschätzt man... :D Ich hab innerorts komplett durchgetreten und zack geblitzt :D Der Hammer dabei: Als der Bescheid kam hab ich gemerkt: Das Bild ist verwackelt :D Dachte erst ich brauche ne neue Brille :D :D Hab dann aber einfach mal mit den Jungs hier (https://www.sos-verkehrsrecht.de/) Einspruch eingelegt und siehe da: Fahrer nicht eindeutig identifizierbar, kein Bußgeld :cool: Also entweder war der Blitzer im Eimer oder ich zu schnell :D:D:D
 

minecraftpaule

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Ich denke auch, dass in erster Linie sogar einfachere Wege eingeschlagen werden können. Soll mehr auf Bewegung und weniger auf Abgase gesetzt werden? Lasst uns Fahrradwege ausbauen! Solange es nicht genug Möglichkeiten gibt, sich auch in größeren Städten sicher (!) auf dem Fahrrad fortbewegen zu können, wird es schwer sein, die Masse dafür zu begeistern.

Vielen Ideen und Anmerkungen, die hier schon gefallen sind, kann ich guten Gewissens auch zustimmen! Ich denke, die Technologie ist einem stetigem Wandel unterzogen und wird auch in den kommenden Jahren weitere wichtige Neuerungen bringen, von denen wir hoffentlich alle in einiger Zeit profitieren können.
 

Sandyspielt

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Ich glaube, dass die Gesellschaft das Problem in dieser Form gar nicht mehr hätte, wenn wir den Kapitalismus überwinden könnten. Man bräuchte weder so viele Transportmittel, noch müssten alle Menschen zur selben Zeit im Stau stehen, um sinnlosen Tätigkeiten nachzugehen und man hätte auch keine Lobby für das ein oder andere Transportmittel, sondern man könnte stets die Technologien entwickeln, umsetzen und nutzen, die für Mensch und Umwelt am besten sind.

Ja, diese Meinung geht etwas weiter als das Thema, aber ich glaube mittlerweile, dass wir vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen. Wir beschweren uns andauernd über die völlig logischen Konsequenzen eines Systems, das sich selbst dient und nicht dem Menschen. Vielleicht sollte man etwas tiefer graben, um die Ursachen der Probleme zu finden, denn selbst wenn man noch ein paar Tropfen verhindern kann, wird das Fass überlaufen.
Yes, Systemfrage stellen fällt den meisten gar nicht ein. Versteh ich auch. Aber drüber nachdenken sollte man wohl!
Glaube, dass dann tatsächlich auch viel mehr möglich wäre. Weil mehr Menschen den Kopf frei hätten und dann viel mehr Kreativität zu mehr Innovationen führen würde. Auch in Bezug auf den ÖPNV.
 

Renezoros

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Renezoros
Ich bin mir nicht sicher ob diese Disskusion hier den Rahmen sprent und frage mich, wozu diese hier dient, alleine wenn man mal im Netz schaut gehen die Meinungen stark auseinander. Eriennert mich ein wenig an die "Volksspaltung" zu Corona" da wirst Du auch keinen anstädigen Nenner finden.

Und wenn man das Thema der E-Mobilität und auch den Ausbau der Städte mal realistisch betrachtet, frage ich mich was mit der ganzen Generation, welche die jetztigen "Politiker" gewählt hat nicht stimmt?! Beispiel zu dem Ausbau der Radwege; spreche jetzt mal für Hamburg und Hannover:

Wie kann man so blöde sein und Hauptverkehrsstrassen die zur "Rushhour" eh schon voll sind, noch zu verengen und einen Radweg in die zweite Spur "malen", wenn ein Radweg bereits existiert? Na dann muss man sich über volle Straßen und Stau nicht wundern? Warum müssen, Fussgänger Ampeln eine vorrangsschaltung haben, so dass Stadtbahnen, Busse und der Verkehr wieder stehen, warum gibt´s die "grüne Welle" für PKWs nicht mehr? Dann werden Fußgängerampeln in Abnständen gebaut, wo ich mich frage "why" also ich kann mit meinen Kids auch 3 Meter bis zur nächsten Ampel laufen. Da muss also nicht unbedingt ne zusätzliche Ampel hin. In anderen Ländern der EU klappt das auch und zwar deutlich besser. Ich denke einfach, dass man vieles mit Absicht macht, um die "bösen LKWs und PKWs" aus der Stadt zu bekommen. Wie kommen dann aber ´die Lebensmittel in den Laden oder Mitarbeiter aus dem Landkreis zur Arbeit?

Denn durch die verwarlosung der Schieneninfrastruktur ist doch kein verlass auf den ÖPNV oder Bahnverkehr und das kann ich als "Bahner" getrost behaupten, wir fahren hier mit veralteter Technologie aus den 60er und haben Stellwerke da sind noch Hakenkreuze in den Wänden und die Sicherungen werden noch gesteckt. Dann muss man sich auch nicht wundern, denn Sie haben in den 90ern alles verkommen lassen und das dann irgendwann nichts mehr geht, war klar?!
Hinzu kommen die ganzen Auslastungen duch private EVU und die wollen ja auch auf der Schiene fahren, also ist das Netz, nicht nur marode, sondern voll ausgelastet. Es muss doch nur ein STW ausfallen, ein STW-MA krank sein und schon geht nix mehr. Also wie sollen da "mehr Leute auf die Schiene" kommen und das Personal herkommen, wenn man sich dann die Bahnhöfe anschaut, naja also da wird mir schon mulmig was da so herum stolziert oder wie es da teilweise aussieht. Also Bahn machen wir mal einen "haken" hinter, bis die die Infrastruktur ausgebautb haben, bin ich längst bei den Würmern und meine Kinder werden das wohl auch nicht mehr miterleben.

Dann fahre ich jetzt seit einem Jahr selbst ein E-Auto, wollte mich selbst überzeugen als V8 und Verbrenner beigeisterter "ehem. Tuningbegeisterter". Auch da haben wir Schattenseiten, die Produktion des E-Autos ist gewiss nicht "sauberer" und wenn man sich damit "objektiv" beschäftigt erkennt man das sehr schnell, dass auch da eine "Lobby" hintersteckt. ich denke auf das Grundwasser in Chile, Argentinien, Bolivien sowie die Atacama Wüste und Co. muss ich nicht hinweisen.

Ich selber kann also schon mal behaupten, ja E-Auto fahren ist "geil" macht spass und die Ladeinfrastruktur ist garnicht so schlecht wie gedacht und mit einem Fiat 500e (42KW Batterie) kommt man in der Stadt gut klar und kann 300 Km oder mehr über die Autobahn (mit entsprechend Zeit) und zwar auch schneller als 100 km/h fahren. Also bis hier alles Chic...nun kommt das Aber!
Wo kommt der "saubere" Strom her, genau aus dem Kohlekraftwerken aus dem Pott, mit teilweise Kohle aus China und den Nachbarländern der EU (teuer eingekauft wiedrerum vom Russen, von dem wir ja nichts mehr wollen). Super Sauber ;-)

Poh...gut dann weiter...die WLTP Reichweiten und die tatsächliche Reichweite sind Betrug am Kunden! Solche Abweichungen gibts bei den Verbrennern auch aber nicht in diesem Umfang! Und dann kommen wir zum Preis; ich habe ihm im "Leasing / Carsharing" denn kaufen für über 41.ooo EUR für einen Kleinwagen mit einer echten Reichweite im Winter von 150-180 KM uind im Sommer (in der Stadt) von ca. 300 Km ist utopisch. Daher ist für mich die E-Mobilität "als Privatperson mit Kauf" völlig ausgeschlossen. Wer bitte kann und will sich für ein Fahrzeug, welches nicht mal Ansatzweise für den Familiengebrauch / Alltag auskommt mit gut 40-70 (oder mehr) tausend Euro verschulden? Also ich nicht...unser Diesel (auch Leasing) VAN (8-Sitzer) kommt da doppelt so weit und da lade ich alle ein und fahre enstpsannt von Nord bis Süd in 6,5 Std. durch "ohne Stress und gucken ob auch alle E-Säulen funktionieren, vorher diese zu planen oder für gut 0,89 EUR/Cent am Schnelllader abgezockt zu werden". Wir wollen E-mobilität, warum wird dann alles dafür teurer, Ladepreise, keine Förderungen mehr, geringe BAFA und Co? Es ist genau wie damals mit dem Diesel...erst schön reden und dann wird das Ding an die Wand gefahren und die Leute stehen doof da.

Auch wenn Diesel vielleicht im Verhältnis zum Strom teurer ist, sind die E5 / E6 Diesel sauberer und sparsamer denje selbst durch das AdBlue alleine. Man, früher hat man den Benz mit Heizöl gefahren, heute sind die Dinger sowas von "Schadstoffarm" das nächste wäre dann Wasserstoff als Alternative oder syntetische Kraftstoffe gewesen aber nicht diese RC Autos die bislang auch noch keiner Recyclen musste und niemand sagen kann, was mit dem Akkus in Zukunft passiert. Die werden dann aber "sauer in ein 3.Weltland verschifft" weg vom "grünen Deutschen" der fest daran hält er wäre ein Saubermann, weil er E-Auto fährt und tatsächlich denkt "Windenergie" und die paar Solarfelder laden sein Auto. Auch die ganzen PV Anlagen sind "Chemie" pur und kommen wo hier? Stimmt, wieder der Chinese...ich habe es schon mal vor einigen Jahren gesagt, wir sind schon längst "Wirtschaftssklaven von China" unser Bruttoinlandsprodukt ist doch fürn A... keine Fachkräfte, weil alles verpennt und die großen Firmen kostengünstig im Ausland produzieren. Wer zahlt den die ganzen PV anlagen auf den Häusern, genau die die sie sich nicht Leisten können oder die Möglichkeiten haben...nein, klar durch die EEG Umlage zahlt das jeder Stromnutzer in Deutschland. Und dann reden wir von "Forderung" so ein Quatsch, wenn der Staat will das wir "Wärmepumpen" in Altbauten verwenden, soll er doch die Bude sanieren und Dicht bekommen und dann kann man auch über Wärmepumpen nachdenken auch hier kann ich ewig mich Aufregen, wer hat dann Vissmann aufgekauft kurz nach dem "Energiebeschluss" für Eigentümer? Nicht der Chinese, der Ami ... und ich habe es vorher noch profezeit, man muss isch einfach nur mal beschäftigen, diese ganze Energiewende ist null durchdacht und resultiert wie auch zuvor nur aus B2B und "Shake Hands".

Abschluss:
Ich mag auch einfach nicht mehr weiterschreiben, sonst wird das noch mehr...ich kann sagen "Umweltschutz und Umdenken, ja" aber diese hätte man ganz anders und deutlich früher angehen müssen. "Schön das wir keine Kernenergie" mehr nutzen und das ganze Zeug verstrahlt in Containern in den Kraftwerken steht, bewacht werden muss und kein Schwein weiss wohin damt, da wäre es mir lieber gewesen, die Dinger weiter laufen zu lassen und weiter zu modernisieren und daran zu arbeiten, wie man die "Atomaren Abfälle" weiter verwendet. Der Franzose ist da seit einigen Jahren dran, alternativ wäre auch Fusionsenergie etwas etc pp. Aber dreckige alte "Kohle Bunker" aktivieren und dann "Tonnen an Kubik" über die Meere verschiffen und teuer zukaufen ist ganz gewiss keine "grüne idealogie".
Auch nicht Tonnen an Kohlefaser zu produzieren und massen an Beton in den Boden zu kippen, für "Windernergie" wer von Euch will so ein Ding hinter seinem Haus oder in einem Naturschutzgebiet sehen? Zumal die Energie soweit nicht transportiert werden kann, gab da die Tage einen Interessanten bericht zu "wie man die Strompreise" ausmacht und wie dann bei Überschuss die Windräder "heruntergefahren wurden oder gänzlich aus".
PV Energie auch super Sache, aber auch hier braucht man eine menge Resscourcen und leider ist die Aubeute im Winter eher bescheiden und die Thematik BKW ob nun 600/800W in Deutschland für den normalen Verbraucher "zu Hause", streit mit dem Energierversorger und Co., denn die wollen das ja nicht wirklich. Also auch alles noch nichts wirklich klar geregelt und nur mit dem kurzfristigen entfall der 19% MwSt. auf PV und Batteriespeicher ist auch nicht viel getan.
Sinnvoll wäre es gewesen die Verbrenner umzurüsten mit alternativen Kraftstoffen und fahren solange es geht, dass wäre nachhaltig. Früher biste zum Schrotter und hast, ne gebrauchte Achse óder Scheinwerfer gehot und fertig, heute werden die Fahrzeuge verschifft (für die bessere Umwelt und fahren woanders weiter), oder voll mit Elektronik gepackt (aus Fernost) und sind nach 5-10 Jahren schon kaputt oder die Reparaturen häufen sich ohne Ende...ob so ein E-Auto in 25 jahren noch so effektiv ist wie ein als Beispiel "Lupo FSI mit 1.4 Ltr. - 100 PS und 5 Liter verbrauch" und Teile gibts genügend also hat auch da der "Verschleiß sich in Grenzen gehalten" wage ich stark zu bezweifeln. Denn was ist wenn nach 10 Jahren der Akku "Banane ist?" Das kann Dir kein Händler aktuell beantworten auch der "E-Gebrauchtwagen kauf" läuft strange ab, was wollen die denn am Akku "Messen" welche Richtwerte nehmen sie? Die, die das BMS anzeigt...das zeigt auch nur Zellspannung an, mehr aber nicht und sagt nichts über denn tatsächliche "Haltbarkeit" der Batterie aus.

Ich bin gespannt wo das alles noch hinführt, ich fahre weiter PKW, Bahn im Beruf ;) oder mal E-Scooter.
 
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Aristos

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Ich muss gestehen, einiges nur überflogen zu haben. Da deckten sich die genannten Fakten aber mit meinem Stand. Die Interpretationen und gezogenen Schlüsse teile ich aber nicht immer. Das ist ja nichts schlimmes und ich will die Standpunkte nicht zerreden, von daher werfe ich zunächst einfach mal meine derzeitigen Gedanken aphoristisch in den Raum und hoffe, dass etwas inspirierendes für euch dabei ist:

Idealerweise wird es so laufen:
  • Landwirtschaftsbetriebe kaufen sich gegenseitig auf, bis ein Bundesland z.B. nur noch von 3 Großbetrieben gesteuert wird
  • Diese werden alles aus Eigeninteresse durchoptimieren. Maximaler Ertrag bei minimalem Energieinput (Treibstoff, Strom, Saat, Licht usw)
  • Es gibt am ende nur ein paar Teilzeit-Admins, die Fehler ausmerzen, der Rest läuft automatisiert
  • Die Preise sinken, doch die Großbetriebe bilden Kartelle und die durchschnittlichen Leute haben keine Jobs.
  • -> Verstaatlichung
  • Die Admins arbeiten jetzt z.T. ehrenamtlich (wie Freiwillige Feuerwehr)
Und dasselbe beim Verkehr (kriegen wir in DE nur noch nicht so mit, weil die Taxi-Lobby hier Uber usw. klein hält):
  • Autonome Taxidienste bringen dich innerorts für unschlagbare 50cent-2€ von A nach B. Einfach der App sagen, dass du in 10min. nach Hause willst.
  • Die Leute merken nach und nach, dass sich dann ein eigenes Auto gar nicht mehr lohnt und dass es viel entspannter ist
  • Consumer-Autos werden wegen der sinkenden Nachfrage immer teurer, bald unbezahlbar
    • (Autonome Taxis sind 60-80% des Tages in Benutzung, während ein privates Auto i.d.R. 99% des Tages vor sich hin rostet. Das macht sie so viel teurer)
  • Staaten beginnen, 80k Freikilometer/Jahr als Sozialleistung rauszurücken
  • Tankstellen/Ladestationen werden immer seltener. Die Taxidienste haben eigene "Hubs" nahe Umspannwerken. Dort fahren die Autos nach jeder Fahrt hin, um sich autonom aufzutanken und von Ki-gesteuerten Bots gereinigt zu werden. Jede Stadt hat so einen Hub
  • Eventuell verstaatlichen die Staaten am Ende das siegreiche Taxiunternehmen. Es wird evtl. ein Ehrenamt, dort zu arbeiten
  • Der Intercity-Verkehr läuft dagegen mit der Bahn. Autobahnen werden unnötig.

    Gedanken zu den Vorrednern:
Gesellschaftsarchitekten
Ideologische Transformationen der Gesellschaft sind ein zäher Prozess. Die großen Philosophen der Geschichte haben Jahrhunderte gebraucht, um ihr "Richtig und Falsch", ihre Weltdeutung und ihr Menschenbild bis in die hintersten Ecken zu bringen. Zarathustra, Jesus, Luther, Marx, Nietzsche ... alle haben sie sich langsam in unser Denken geätzt, bzw. ist der Prozess noch immer im nicht abgeschlossn.

Nun zu versuchen, die Menschen innerhalb von Jahr(zehnt)en umzuerziehen, wird imao nicht funktionieren. Das hat nicht einmal die Inquisition geschafft. Die Kommunisten erst recht nicht. Ganz im Gegenteil wird sowas immer Trotzreaktionen auslösen und dem Ziel eher schaden. Wir können daher schonmal vergessen, Klimawandel gegen die Menschen zu betreiben. Man muss es mit ihnen machen.

Schon wir selbst schaffen es im Alltag nicht, unseren Eltern abzugewöhnen uns zu blamieren, oder zu verhindern, dass unsere besten Freunde Alkoholiker werden. Spätestens so ab 30 lässt sich (übertrieben gesagt) niemand mehr erziehen. 2/3 macht sein Ding und passt sich nicht mehr dem Common Sense an, außer er ist Natur. Wenn man sich schon erziehen lässt, dann durch Motivation; nicht durch umgänglichen Zwang (um das besser zu verstehen, empfehle ich "Omnisophie" von Dueck. Das ginge jetzt sehr in die Psychologie/Neurologie, das genauer zu erklären. Auf Wunsch führe ich das aber auch gerne aus). Umgekehrt lässt sich also nur 1/3 aller Menschen wirklich durch ein "du sollst xy" leiten.
Ergo: Radikale Verbote/Gebote usw. sollte man tunlichst durchdenken und im Sinne von "Nail it, before you scale it" im kleinen Rahmen ausprobieren. In der bisherigen Menschheitsgeschichte endete der schnelle Weg immer tragisch. Dasselbe behauptet auch Yoda ;). Oder wir lassen gleich den Versuch, die Menschen umzuerziehen. Schielen entweder auf die nächste Generation*, oder wir finden heraus, wie der Mensch gerade tickt und machen das beste daraus (z.B. die umgebung so anpassen, dass der Mensch scheinbar von sich aus das tut, was wir wollen).

* (In den Wissenschaften hat sich gezeigt, dass Paradigmenwechsel nicht dadurch passierten, dass die neue Generation die alte Generation überzeugt hat, sondern einfach dadurch, dass die Alten irgendwann gestorben sind)
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"Erst das Fressen, dann die Moral"
Moralische Fragen sind ein Luxusproblem. Die( zugegeben etwas fehlerhafte) Bedürfnispyramide von Maslow verdeutlicht ganz gut, dass wir erst in späteren Stadien unserer Entwicklung und unseres Wohlstands offen für solche Diskussionen sind. Menschen in Armut haben akutere Probleme. Jahrhunderte lang haben wir unsere Flüsse und Böden mit Pestiziden vollgepumpt, Menschen in Stollen geschickt und ihre Leben mit Asbest und Quecksilber verkürzt und den oberen 1% die Chance gegeben, über Gott und die Welt nachzudenken.
Mit dem Kapitalismus wurde aus 1%, 2% und heute sind wir vielleicht bei theoretischen 80% in Deutschland, Tendenz wieder fallend. (Weil wir immer unproduktiver werden, indem wir alles aus Moralität komplizierter, "Gerechter" machen. Prof. Riek erklärt das gut in dem Video "Mietpreisbremse und Dönerpreiskontrollen. Wie Linke und Grüne uns arm machen.")

Wir müssen es schon irgendwie schaffen, den Mindestwohlstand hoch zu halten. Arme Menschen haben andere Sorgen als die Umwelt. "Nach mir die Sintflut" sagen die Verbitterten und schmeißen ihre Kippen auf den Boden, obwohl sie direkt neben dem Aschenbecher stehen (solche Menschen erlebe ich fast täglich).
Es sind die Glücklichen, die fertig entwickelten Idealisten, die die Erde "in pacem" zu einem Garten machen wollen (Die anderen, die das auch wollen, sind zb eher durch Angst gesteuert. Und Menschen, die mit Angst über etwas nachdenken, denken nicht wirklich nach. Dafür ist ja keine Zeit, weil dringend. Ja und Angst führt zur Dunklen Seite der Macht).

Armut und Krieg jedenfalls sind eine deutlich stärkere Bedrohung für die Umwelt/Nachwelt, als die Emission eines kleinen Landes wie Deutschland. Deswegen stehen diese Probleme beiden seriöseren Instituten (zb WHO) weit über dem Klimaproblem.
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Forschung wird (durch unsere Steuergelder oder) durch erfolgreiche Firmen bezahlt, die sich davon noch mehr Profit erhoffen. Das ist nicht unbedingt etwas schlechtes, denn es gibt noch hundert andere Gefahren für die Erde, die wir durch sowas plötzlich aufhalten können.
Jede Sekunde könnte uns z.B. ein Asteroid auslöschen, weil wir noch immer nicht genügend Satteliten usw. im Sonnensystem haben, um alles rechtzeitig zu entdecken. Vielleicht war es am Ende sogar unsere Rettung, dass wir Energie "koste es, was es wolle" erzeugt haben, auch wenn wir dadurch die hälfte der Erde verseucht haben. Denn sonst wäre sie vielleicht völlig sterilisiert worden. Rein statistisch haben wir nicht mehr allzu viel Zeit.

Und wenn wir schon beim Thema Universum sind, noch ein letzter Gedanke von einem Physiker, der mich doch sehr überraschte: Wahrscheinlich gibt es tausende, Millionen, Milliarden, wöhlmöglich sogar unendlich viele unfassbar schöne Planeten. Mit Bergen, Seen ... atemberaubenden Landschaften und unberührter Natur. Aber wahrscheinlich gibt es nur einen, wo der Mensch lebt.

Die Erde zu einem unberührten Fleck Natur zu machen, ist "making nothing from something."
 
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