"Geld regiert die Welt" - diesen Spruch sagt man nicht umsonst. Wenn man wirklich nachhaltig etwas ändern möchte, so sollte man neben dem Geldbeutel auch ein gewisses Engagement an den Tag legen.
Was bringen einem 2 Millionen Euro, wenn man kein Engagement hat, mit dem Geld etwas zu verändern? Lebt die Menschheit wirklich in so einem Geizgefühl? Das sind 2 Fragen, welche ich mir regelmäßig stelle, wenn ich das Wort "Spende" höre. Dabei geht spenden an und für sich einfach. Spenden geht auch mit einem kleinen Geldbeutel, auch wenn sich da viele Leute nicht bewusst genug darüber sind.
Eine ganz einfache Frage hierbei wäre z.B.: "Trinkst Du gerne Bier in Deiner Lieblingsstammkneipe?" Wenn Dein Bier in Deiner Lieblingsstammkneipe 2€ kostet, so wären das (wenn Du täglich da hin gehst) im Monat 60 - 62€. Wenn das 10 Menschen machen würden und diese 60€ spenden würden (1 mal im Monat) so wären das 600€. Das sind 600€, welche die Welt entscheidend verändern können.
Es gibt jede Menge sozialer Projekte. Zwei Beispiele wären z.B. "Ärzte ohne Grenzen" und "Brot für die Welt". Das sind zwei gemeinnützige Institutionen, welche wirklich etwas verändern und wo die Spenden auch tatsächlich dort ankommen, wo sie hin wollen. Es ist verständlich, dass man nur spenden möchte, wenn man sich sicher ist, dass das Geld auch wirklich da ankommt, wo es eigentlich hin soll!
Diesbezüglich gibt es auch noch eine andere Frage:
Muss es denn wirklich unbedingt immer Geld sein?
Die Antwort ist ganz einfach: Nein! Gerade Menschen, welche nichts haben, freuen sich immer über kleine Gaben. Es rettet ihnen oft schon das Leben, eine Decke und ein bisschen warme Kleidung zu haben. Wenn Du einer Person die's nötig hat Geld schickst, kann es sein, dass diese Person es für andere Dinge (z.B. Suchtmittel) ausgibt. Wenn Du der Person aber nur Gegenstände gibst (wie z.B. alte Kleidung die Du nicht mehr brauchst, aber noch gut ist, Nahrung, eine Decke, ...), so kann sie nur noch das damit machen, wofür es gedacht ist.
Spenden geht auch noch anders. Ich mache es z.B. so:
Jeder hat bestimmt z.B. einen Gelben Sack voll mit Pfandflaschen oder so. Ich sammle leere Pfandflaschen (Mehrwegflaschen) in einem Gelben Sack (bei uns die Alternative zur Gelben Tonne). Einmal in der Woche, wenn dieser voll ist, bringe ich ihn zur Pfandannahmestelle (z.B. bei Lidl, Aldi, ...). Nach dem Einwurf der Flaschen einfach einmal auf den Knopf "Spenden!", anstatt auf "Bon!" drücken. Dies muss man ja nicht jede Woche machen. Ich mache das immer im 2 - Wochen - Rythmus.
Ihr seht: Spenden geht auch bei einem kleinen Geldbeutel
Ein Beispiel, welches ich selbst erlebt habe, fällt mir noch ein: Ich bin im Winter mit meiner Freundin einmal zu einem benachbartem Kaff von ihr gelaufen. Der Weg führt erst über eine Landstraße und dann anschließend durch einen kleinen Wald. Mitten im dem Wald sahen wir, wie sich etwas bewegte. Ich schaute nach was es ist. Es war ein Obdachloser, welcher sich mit einer Decke auf dem Boden kauernd verschanzt hatte. Er schrie um Hilfe als er uns sah. Ich ging zu ihm hin und fragte ihn, was denn los sei. Daraufhin zog er seine Decke weg und schon sein Hosenbein hoch. Ich sah eine große tiefe Schnittwunde, welcher er sich wohl in dem Wald eingefangen haben muss. Ich rief sofort den Notarzt und vorsichtshalber auch einmal die Polizei, weil ich ihm immer noch nicht traute.
Als der Rettungswagen und der Notarzt eingetroffen war, haben diese den Mann in das nächstbeste Krankenhaus gebracht. Die Ärzte meinten, dass er Glück hatte, dass wir ihn gefunden haben, sonst wäre er wahrscheinlich seinen Unterkühlungen unterlegen. Wir besuchten den Mann im Krankenhaus. Es ging ihm wieder besser. Er hat sich bedankt dass wir ihm quasi das Leben gerettet haben. Noch nie sah ich einen so glücklichen Menschen. Es war ein unbeschreiblich gutes Gefühl. Als ich ihn fragte, wie er überhaupt in das Waldstück gekommen ist, meinte er, dass ihn das Obdachlosenheim herausgeworfen hat, weil er seine "Miete" nicht mehr zahlen konnte. Er hatte nicht genug durch Betteln oder durch Spenden bekommen.
Das war jetzt natürlich für euch sehr krasses Beispiel, jedoch finde ich es echt eine gute Sache zu spenden. Es kommt nur darauf an was, wie viel und an wen. Folglich ist es auch egal ob man - um auf den eigentlichen Thread zurückzukommen - 108.479€ oder 10.000€ oder auch nur 2€ spendet. Die Hauptsache ist, dass die Spenden ankommen und zwar da, wo sie hingehören.
-.- Mir ist es wieder einmal nicht gelungen mich kurz zu fassen. Sorry.
Euer Helferlein