Ich finds schön wie jeder das Gequatsche von Mojang nachsabbert aber gar nicht auf seine Frage eingeht. Genau genommen ist Bukkit unter der GPL veröffentlicht und da gibts schlicht keine EULA, dass du da irgendwo eine EULA.txt hast ist gegenstandslos, du kannst die Abfrage einfach aus dem Quellcode rauspatchen, das erlaubt dir die GPL. Das einzige was da nun dagegen sprechen würde wäre wenn die Veröffentlichung unter der GPL rechtswiedrig war, was aber wohl kaum der Fall sein kann, wenn Mojang selbst angibt damals die Kontrolle über das Github Repo gehabt zu haben. Das setzt natürlich vorraus, dass du deine Bukkit Kopie unter der GPL lizensiert wurde, das ist natürlich eher eine formale Forderung, denn wir wissen ja, dass der Lizenztext der GPL im Repo war, streng genommen müsste man das natürlich auch nachweisen können. Z.b. indem man beim Download die Lizenz mitgesichert hat, eventuell noch mit Datum und URL, wie üblich halt.
Sofern man sich auf dem rechtlichen Bereich mit dem Lizenzchaos mal beschäftigt hat finde ich es durchaus möglich, dass man die ganzen Mist einfach ignoriert, da wie schon gesagt, die GPL dir schlichtweg alles erlaubt. Hilft natürlich wenig, falls es mal zu einer Abmahnung kommt, denn unabhängig davon ob man im Recht ist, hat man natürlich erstmal den Ärger, das ist aber grundsätzlich mit allem, dafür muss man nichts falsches getan haben. Mir ist allerdings auch noch kein Fall bekannt, wo Mojang die EULA durchgesetzt hat, die wissen vielleicht selbst warum. Ich persönlich würde die EULA ignorieren, aber ich kenn mich auch ausreichend mit den Lizenzen und Urheberrechten aus um die Lage für mich einschätzen zu können, was tu tust liegt also bei dir. (Wie so oft im Leben)
PS: Für die ganzen Klugscheißer: Die Bedingungen des Clients sind scheißegal, wenn ich nen Server hoste brauch ich den Client dafür nicht und dass sich der Client damit verbinden kannst ist auch egal (auch wenn irgendwer bei Mojang da mal in einem Anfall geistigen Dünnschiss da etwas anderes auf Twitter gepostet hat). Mein Browser verbindet sich auch mit jedem Webserver und es würde niemand auf die Idee kommen Anspruch an meinem Webbrowser zu erheben, nur weil ich mich damit auf seinen Webserver verbinden kann. Protokolle sind in Deutschland übrigens auch nicht Urheberrechtlich schützbar. Maximal die Auth API für die Premiumabfrage könnte an Bedingungen gebunden werden (also die Dienstleistung als solche), ist sie aber nicht.
PSS: Und um das nochmal ganz allgemein zu sagen: Was du nicht akzeptiert hast, ist nicht gültig und selbst wenn du etwas akzeptierst heißt das nicht, dass es auch durchsetzbar ist. Stell nur sicher, dass die Teile, die du akzeptiert hast nicht auf andere Teile verweisen. Und am besten auch immer die Bedingungen archivieren denen man zugestimmt hat. Wie gesagt: Was $irgendwer auf $irgendeiner Internetseite über $irgendwas schreibt ist egal. Nur das was im Vertrag landet ist relevant und eben auch da nicht alles von. Und "automatisch" stimmt man schonmal gar nichts zu (maximal durchs nichts tun, s.g. "opt-out"), wenn Mojang die AGBs ändert und mir nicht zur erneuten Vorlage vorlegt dann gelten für mich noch immer die alte Version. Es ist dabei nicht meine Aufgabe mich über Änderungen an den AGBs zu informieren, wenn der Launcher auch ohne Zustimmung läuft oder sich die in den Bukkitserver einkompilierte "eula.txt" ändert aber meine config noch auf "true" steht ist das auch nicht mein Problem. Was glaubt ihr warum der LoL Patcher nach jedem Patch die Nutzungsbedingungen erneut anzeigt?