Cameron will Verschlüsselung verbieten

Dieses Thema im Forum "Diskussion" wurde erstellt von AnonymusChaotic, 18. Januar 2015.

?

Hat Cameron recht?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 7. Februar 2015
  1. Ja, ich bin für Backdoors für Geheimdienste

    3 Stimme(n)
    27,3%
  2. Nein, private Freiheit gegen ist wichtiger als Schutz vor potenziell verhinderbaren Anschlägen

    8 Stimme(n)
    72,7%
  1. AnonymusChaotic
    Offline

    AnonymusChaotic

    Registriert seit:
    22. November 2013
    Beiträge:
    762
    Ort:
    Wien, Österreich
    Minecraft:
    AnonymusChaotic
    http://mobil.derstandard.at/2000010306982/Britischer-Premier-will-Verschluesselung-verbieten

    David Cameron will als Reaktion auf die Terroranschläge in Paris Anbietern von Verschlüsselungssoftware vorschreiben, backdoors für Geheimdienste einbauen zu lassen, vor allem bei WhatsApp und Snapchat.

    Was haltet ihr davon, Verschlüsselung aufzuweichen, um Schutz vor Terror zu erhöhen.

    Gilt hier "Wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, wird beides verlieren" oder ist es notwendig zurück zu stecken, um die Allgemeinheit vor IS und Co zu schützen?
     
    #1
    guppy gefällt das.
  2. Spamversender
    Offline

    Spamversender

    Registriert seit:
    9. März 2014
    Beiträge:
    118
    Wenn sie versprechen, niemanden auszuspionieren, wie die NSA das macht, hätte ich kein Problem damit. Aber Geheimdiensten kann man nicht immer trauen :D
     
    #2
  3. Eisphoenix
    Offline

    Eisphoenix

    Registriert seit:
    9. Oktober 2014
    Beiträge:
    82
    Ort:
    Garmisch-Partenkirchen
    Minecraft:
    Eisphoenix
    Das stimmt ^^
     
    #3
  4. GerFisch
    Offline

    GerFisch

    Registriert seit:
    8. Oktober 2012
    Beiträge:
    271
    Ort:
    Die Weite See
    Minecraft:
    GerFisch
    Ob meine Daten nun von Whatsapp geklaut werden, um an Facebook und dann an Dritte weitergegeben werden, oder ob sie noch durch die Hände von ein paar Geheimdiensten gehen, soll mir egal sein. Was nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist, wird per Vier-Augen-Gespräch, Telefon oder bei weniger wichtige, Inhalt, was eigentlich immer der Fall ist, via Teamspeak gelöst.

    Selbst die Jüngeren unter uns, von denen ein großteil Whatsapp illegal nutzt (ist ja erst ab 16 Jahren erlaubt) haben vom Auslesen ihrer Daten durch Geheimdienste weniger Probleme als wenn ihre Daten unbewusst an Dritte weitergereicht werden.
    Es wäre schon ein großer Erfolg, wenn dieser Versuch eine enorme internationale Medienwelle auslöst. Das würde dann auch Leute erreichen, die denken, sie hätten dem Internet bislang keinerlei private Daten eröffnet.
    Wie weit Cameron damit kommt, ist sowieso fraglich, zumal Whatsapp, nachdem es an Facebook überging, was ihren Datenschutz angeht, etwas transparenter wurde.

    Wenn es dann noch den eigentlichen Erfolg erziehlt, den Cameron erwartet, ist das mir durchaus die Notwendigkeit wert, wieder wie vor zwei Jahren via Telefon oder Gespräch zu kommunizieren, wenn der Inhalt mir besonders wichtig ist (und wann kommt das jemals vor).
     
    #4
  5. 可愛い
    Offline

    可愛い

    Registriert seit:
    19. Mai 2014
    Beiträge:
    656
    Permanente anlasslose Überwachung ist in allen Fälle abzulehnen. Ein Geheimdienst wie die NSA, der über Backdoors auf alles Zugriff hat entzieht sich zwangsläufig der demokratischen Kontrolle, da er sämtliche Kontrolleure ebenfalls überwachen kann und somit außerhalb der Demokratie agiert. Genau das passiert übrigens gerade in Großbritannien und den USA. Wenn irgendwer etwas gegen den regierenden Geheimdienst ausrichten will kommt halt belastendes Material auf den Tisch und dann lenkt die Person entweder ein oder sie ist halt ruiniert. Gabs auch schon genug Fälle in der Vergangenheit.

    Davon abgesehen gibt es in Frankreich bereits Gesetze, die Verschlüsslung strafbar machen, es gibt die Vorratsdatenspeicherung und im Fall der Pariser Attentäter gab es am Tag zuvor sogar direkte Warnungen, dass ein Attentat unmittelbar bevorsteht. Außerdem waren die Täter bereits auf der No-fight-Liste der USA und wurden auch in Frankreich bereits überwacht.

    Wer an dieser Stelle nach noch mehr Überwachung ruft, der sollte sich echt mal durchchecken lassen. Davon abgesehen sollte man als deutscher Staatsbürger eigentlich aus der jüngsten Vergangenheit bestens darüber informiert sein, wohin solche Verbote und Überwachung führen.

    Kleine Anmerkung noch: Angenommen jemand ist bereit Menschen zu töten. Glaubt ihr wirklich, er würde sich dann noch dafür interessieren, ob er nun seine Pläne verschlüsseln darf? Natürlich nicht. Worum gehts dabei also wirklich? Massenüberwachung und volle Kontrolle übers Volk.
     
    #5
    Mario52, LordKaktus und AnonymusChaotic gefällt das.
  6. GerFisch
    Offline

    GerFisch

    Registriert seit:
    8. Oktober 2012
    Beiträge:
    271
    Ort:
    Die Weite See
    Minecraft:
    GerFisch
    Die Bedenken, die meine Befürchtungen widerspiegeln liegen eher in der Richtung, dass extern (durch Hackergruppen o.ä.) gezielt nach obigen Hintertüren gesucht und diese ausgenutzt werden.
    Wenn ich durch London laufe und mir von jeder Straßenecke eine Kamera entgegenblitzt, kann ich mich trotzdem wohlfühlen und die Stadt genießen.

    Darüber hinaus bin ich weder ein Befürworter der Methoden von Geheimdiensten, noch ein Befürworter der mangelnden Reaktion auf öffentlich gewordene Vorkommnisse, die mit Geheimdiensten in Verbindung stehen.
    Aus meinen obigen Gründen (siehe Internet und was da so rein gehört und was nicht) würde ich aber trotzdem niemals im Internet, und sei es unter vermeindlicher Anonymität und Nickname, explizite eine gesellschaftliche oder gar politische Einstellung preisgeben.
    Darum gehe ich mal auf einen allgemeineren Punkt ein:
    Ein Vergleich zwischen Stasi und z.B. der NSA lässt gewisse grundlegenden Lücken offen. Auch Geheimdienste agieren in technischen und kontextbezogenen Grenzen.
    Die von keinerlei Kontrolle berührte und der Öffentlichkeit zu 100% entzogene Stasi, deren einziger Existenzzweck in der (mit allen Mitteln zu bewerkstelligenden,) unnachgibigen Stabilisierung einer Ein-Parteien-Herrschaft lag, mit einer auf extern bewilligte Finanzierung angewiesenen, einem Parlament untergeordneten und in der eigenen Umgebung sowohl unter Demokraten, als auch unter Republikanern unter schwere Kritik gefallenen Agency, die nach den Vorkommnissen nun in gewissem Maße "transparenter" für die Öffentlichkeit wird, zu vergleichen, ist meiner Meinung nach nicht maßgeblich und das, obwohl die NSA als das schwärzestes unter den Geheimdienstschafen zählt.

    Darüber hinaus werden durch die Geheimdienste momentan (wieder keinerlei Stellungnahme von meiner Seite aus, ob gut oder schlecht,) nicht nur direkte Täter gesucht, sondern es besteht genauso hohe Nachfrage (durch die von ihnen ausgehende Gefahr) nach den Geldgebern und Drahtziehern, sowie mit den Anwerbern von und für Terrorgruppierungen. Da in letzter Zeit häufig aufgezeigt wird, dass Opfer solcher "Anwerber" normale Mitbürger (überwiegend Jüngere) sind, erwartet man sich offenbar Erfolg bei der Kontrolle der heute üblichen Kommunikationsmethoden.

    Dem stimmt wohl jeder zu, ob das allerdings der Fall ist, ist kritisch infrage zu stellen.
     
    #6