Die Bedenken, die meine Befürchtungen widerspiegeln liegen eher in der Richtung, dass extern (durch Hackergruppen o.ä.) gezielt nach obigen Hintertüren gesucht und diese ausgenutzt werden.
Wenn ich durch London laufe und mir von jeder Straßenecke eine Kamera entgegenblitzt, kann ich mich trotzdem wohlfühlen und die Stadt genießen.
Darüber hinaus bin ich weder ein Befürworter der Methoden von Geheimdiensten, noch ein Befürworter der mangelnden Reaktion auf öffentlich gewordene Vorkommnisse, die mit Geheimdiensten in Verbindung stehen.
Aus meinen obigen Gründen (siehe Internet und was da so rein gehört und was nicht) würde ich aber trotzdem niemals im Internet, und sei es unter vermeindlicher Anonymität und Nickname, explizite eine gesellschaftliche oder gar politische Einstellung preisgeben.
Darum gehe ich mal auf einen allgemeineren Punkt ein:
Ein Vergleich zwischen Stasi und z.B. der NSA lässt gewisse grundlegenden Lücken offen. Auch Geheimdienste agieren in technischen und kontextbezogenen Grenzen.
Die von keinerlei Kontrolle berührte und der Öffentlichkeit zu 100% entzogene Stasi, deren einziger Existenzzweck in der (mit allen Mitteln zu bewerkstelligenden,) unnachgibigen Stabilisierung einer Ein-Parteien-Herrschaft lag, mit einer auf extern bewilligte Finanzierung angewiesenen, einem Parlament untergeordneten und in der eigenen Umgebung sowohl unter Demokraten, als auch unter Republikanern unter schwere Kritik gefallenen Agency, die nach den Vorkommnissen nun in gewissem Maße "transparenter" für die Öffentlichkeit wird, zu vergleichen, ist meiner Meinung nach nicht maßgeblich und das, obwohl die NSA als das schwärzestes unter den Geheimdienstschafen zählt.
Darüber hinaus werden durch die Geheimdienste momentan (wieder keinerlei Stellungnahme von meiner Seite aus, ob gut oder schlecht,) nicht nur direkte Täter gesucht, sondern es besteht genauso hohe Nachfrage (durch die von ihnen ausgehende Gefahr) nach den Geldgebern und Drahtziehern, sowie mit den Anwerbern von und für Terrorgruppierungen. Da in letzter Zeit häufig aufgezeigt wird, dass Opfer solcher "Anwerber" normale Mitbürger (überwiegend Jüngere) sind, erwartet man sich offenbar Erfolg bei der Kontrolle der heute üblichen Kommunikationsmethoden.
Permanente anlasslose Überwachung ist in allen Fälle abzulehnen.
Dem stimmt wohl jeder zu, ob das allerdings der Fall ist, ist kritisch infrage zu stellen.