Ich schließ mich mal der Disskussion an und schmeiß mal in den Raum, dass wenn jemand Hackt ihr froh sein könnt. Wenn jemand Crackt jedoch wird es unangenehm.
Abgrenzung
Was einen Hacker von anderen Technikenthusiasten hervorhebt, ist die selbstbezügliche Hingabe im Umgang mit Technik. Ohne dass dies für einen Beobachter zwangsläufig sinnvoll erscheint, kann er sich aus Spaß am Hacken durchaus für die Lösung von Problemen begeistern, die aus rein praktischen Erwägungen gar keine sind.
[5] Wie das
Jargon File beschreibt, genießt ein Hacker die intellektuelle Herausforderung, auf kreative Weise Grenzen zu überwinden oder zu umgehen. Es geht darum, etwas auszuprobieren und zu entwickeln, um die Grenzen des Machbaren zu erkunden.
[1] Technik zu überarbeiten und dabei auch in einer Weise zu verwenden, für die sie ursprünglich nicht vorgesehen war,
[17] entwickelte sich so zu einem wesentlichen Merkmal ihrer Kultur.
[5] Das bezieht sich auf deren
Hardware genauso wie auf
Software (sobald vorhanden).
In der
Hackerkultur ist ein Hacker allgemein eine Person, die einen gewissen sozialen Status erreicht hat (treffendes Zitat aus
Eric S. Raymonds „How to become a Hacker“:
Wenn Du ein Teil dieser Kultur bist, zu ihrem Sein und ihrer Entwicklung beigetragen hast, andere Mitglieder Dich kennen und Hacker nennen, dann erst bist Du ein Hacker).
[16] Ein Bezugspunkt für das Selbstverständnis der Hackerszene bildet die
Hackerethik, die deren Werte verdeutlicht und sich zum Beispiel in der Auffassung manifestiert, dass der Zugriff auf Wissen frei, dezentral, antibürokratisch und antiautoritär sein soll.
[18] Jeder sollte sehen können, wie die Welt funktioniert, wobei niemand gezwungen sein sollte, das Rad ein zweites Mal zu erfinden. Bereits in der frühen akademischen Hackerkultur war es beispielsweise selbstverständlich, Quellcodes offenzulegen und eigene Softwareverbesserungen mit anderen Programmierern zu teilen. Die Hackerethik kann indes für jede Szene unterschiedliche Schwerpunkte beinhalten und ist selbst innerhalb der jeweiligen Szene nicht zwingend einheitlich definiert.
Als Beispiel für eine Abgrenzung zum Begriff ‚Hacker’ nennt
Boris Gröndahl in seinem Buch „Hacker“ den US-amerikanischen Unternehmer und Programmierer
Bill Gates, Gründer von
Microsoft. Dieser gilt seit seiner Kindheit als geradezu fanatischer Computerfan. Selbst seine äußere Erscheinung einer blassen und bebrillten Person entspricht dem Hackerklischee. Laut Gröndahl ist er dennoch kein Hacker, da ihm die soziale Komponente des Hackerdaseins fehlt.
[5]
Abgrenzung zum Begriff „Cracker“
Die Definition und Verwendung von „Hacker“ ist Gegenstand einer anhaltenden Kontroverse zwischen den verschiedenen Szenen. Das
Jargon File verdeutlicht das Selbstverständnis der
akademischen Hackerkultur, eine Bezeichnung, die auf das ursprünglich akademische Umfeld jener Szene schließen lässt, nicht aber bedeutet, dass Hacken damals eine akademische Studienrichtung gewesen sei. Während das
Jargon File als Reaktion auf schlechte Presse seit 1990 sämtliche Hacker, die ihre Aktivitäten betont auf die Umgehung von Sicherheitsmechanismen legen,
ungeachtet ihrer Motivation nicht als Hacker, sondern als
Cracker betitelt sehen will,
[19] werden innerhalb der Computersicherheitsszene lediglich destruktive Hacker sowie Scriptkiddies Cracker genannt.
In der
journalistischen und politischen Öffentlichkeit werden diese Ausdrücke gewöhnlich nicht unterschieden.
[20] Daneben gibt es auch Hacker, die eine moralische Abgrenzung aus Ermangelung einer klaren Trennlinie zwischen „gut“ und „böse“ ablehnen.
Neben diesem Gebrauch gibt es eine weitere Verwendung, in der speziell jemand als (Software-)Cracker betitelt wird, der sich darauf versteht, Schutzmechanismen einer Software auszuhebeln. Kulturübergreifend gilt dies ungeachtet von deren Motivation, also auch dann, wenn das
Cracken von Software als legaler Sport betrieben wird, indem Cracker den Programmschutz selbstgeschriebener und eigens für diesen Zweck freigegebener Software (
CrackMe) aushebeln. All diese Verwendungen machen seine Bedeutung stark vom jeweiligen Kontext abhängig.
Quelle Wikipedia