Das ist eine kompliziertere Frage, denn unterschreiben kannst du ihn lassen, was allemal ein erhebliches Drurckmittel ist. Sollte er aber dennoch, aus Arglosigkeit, oder mit Absicht etwas ausplaudern, hast du es, wie oben herumgedreht schon gesagt, recht schwer etwas dagegen zu unternehmen. In dem Fall müsstest du klagen und bist in der benachteiligten Position. Neben allen Gründen, die schon der gesunde Menschenverstand mitgibt, kommt zu deinem Nachteil hinzu, dass du tatsächlich nicht im Falle eines Falles vor Gericht Erfolg haben könntest, aus dem von dir genannten Grund. Wenn aber das Geheimnis erstmal ausgeplaudert wurde, würde es dich ja nur noch mehr schädigen, rechtlich vorzugehen (Zeit, Aufwand und Geld). Außerdem könntest du es nicht mehr ungeschehen machen. Aber ich vermute das ist dur bewusst und du willst den Vertrag als reines Druckmittel. Diesen Zweck würde er erneut erfüllen, denn deinem Architekt wird es genausowenig möglich sein, einen Prädenzfall zu recherschieren.
Wenn du es wirklich für nötig hältst, zu hundert Prozent sicher zu sein, müsstest du dann wohl die Eltern kontaktieren. Auch wenn deinen Vertrag durchaus für gültig halte, da auch zum Beispiel bei gewissen Sportarten, sowie schulischen Formalitäten die Unterschrift des (minderjährigen) Schülers gefragt ist. Wäre die nicht rechtskräftig, könnte man sich das auch sparen. Was du allerdings nicht erwarten kannst, bei diesem Thema schonmal garnicht, ist, dass Strafen auf die Architekten zurückfallen, allenfalls auf ihre Eltern, wie ich vermute. Da allerdings das rechtlicche Vorgehen sowieso nur noch mehr Nachteile bietet, wie oben schon gesagt, würde ich nichts dergleichen andenken, sondern dem Vertrag als Druckmittel in der Hinterhand behalten. (Wenn du wirklich vor Gericht willst, wobei ich dich dann als recht minderbemittelt betrachten würde, sollte es für dich auch kein Problem sein, bezüglich der Rechtskräftigkeit gleich vor Vertragsschluss einen Anwalt zu konsultieren, oder in einem Juristerei-Forum nachzufragen).
Viel eher würde ich dir empfehlen, nicht weiterzugeben, was du einer Person nicht anvertrauen solltest oder kannst. Wenn du deinen Architekten also nicht vertraust, solltest du ihnen auch keine Informationen anvertrauen, die für dich vertraulich sind. Es ist eigentlich Grundregel, dass nur die Projektleitung über alles Bescheid weiß, der Rest des Teams und de Userschaft nur, was sie benötigen/verdienen, oder man ihnen anvertrauen kann.