Das setzt aber auch voraus, dass die beteiligten Entwickler entsprechende Fehler schnell genug beheben bzw. einen Pull Request dazu annehmen. Wer nicht selbst in der Lage ist, Spigot/Paper zu forken, ist in der Zwischenzeit jedoch auch wieder auf ein Plugin angewiesen.
Ich bin aktuell relativ aktiv im Paper-Kreis unterwegs und habe von den Entwicklern stets kompetente und rasche Hilfe erfahren. Dabei waren viele Bugfixes innerhalb von wenigen Stunden eingebaut. Mir ist aktuell auf der 1.15.2 kein Exploit bekannt, den es in der aktuellsten Paper-Version gibt.
Ja, auch ich betreibe meinen eigenen Paper-Fork für meinen Server, allerdings werden da keine sicherheitskritischen Bugs gefixt. Soweit möglich sollten diese natürlich im Upstream, also in Spigot oder Paper passieren. Die meisten Entwickler von Paper nutzen übrigens diese Software selbst als Server, sodass sie selbst das Interesse haben, möglichst wenig Exploits zu haben. Und da werden auch durchaus viele PR angenommen, solange klar ist, was sie bringen und den entsprechenden Contribution-Guidelines entsprechen.
Ausschlaggebend für die Sicherheit ist somit nicht die Minecraft-Version, was mich zu meinem ursprünglichen Punkt zurückbringt: Mojang ist unzuverlässig und releast unsichere Software.
Diese Aussage klingt so: "Es ist egal, welche Windows-Version ich auf meinem Rechner installiert habe, weil alle Windows-Versionen irgendwelche Bugs haben. Microsoft ist unzuverlässig und releast unsichere Betriebssysteme."
Nur weil in einem neuen Minecraft-Release nicht alle Bugs gefixt worden sind, bedeutet das auch nicht, dass die Software grundsätzlich unsicher ist. Vielmehr sollte man sich mal im klaren sein, dass das Ziel von Mojang keine Server mit hunderten Usern sind, sondern ihr Augenmerk hauptsächlich auf den Singleplayer-Aspekt liegt. Das bedeutet aber nicht, dass Mojang keinerlei Interesse an Performance und Sicherheit hat. Es wurden schon einige Änderungen von Paper für neuere Versionen übernommen (mir fällt da das asynchrone Chunkladen als großen Punkte ein), gleichzeitig werden auch etwaige Exploits gefixt.
Du wirst auch in der freien Wirtschaft kaum ein Software-Update finden, was komplett bugfrei ist. Das ist auch nicht so schlimm, solange die Software aktiv weiter entwickelt wird.
Wieder externe Lösungen (merkst du was?), die tendenziell immer drastischer werden müssen und teilweise Features einschränken oder komplett deaktivieren, und trotzdem kommt die Performance kaum an Pre-1.13-Versionen heran. Ab einer gewissen Spielerzahl bringt auch das nichts mehr.
Dafür hast du aber auch wesentlich mehr Features. Die Entwicklung seit der Version 1.8.8 hat jede Menge neue Features eingebracht. Ja, dabei sind einige performancefressend und allgemein wäre es toll, wenn Minecraft wieder performanter laufen würde. Gleichzeitig würde ich allerdings als Spieler nicht auf einem Server spielen wollen, wo die Features der letzten 5 Jahre nicht vorhanden sind.
Und wer jeglichen Rat unüberlegt befolgt, ist für einen Minecraft-Server ungeeignet. Jede Aktion hat Vor- und Nachteile, die jeder Serverbesitzer für sich abwägen muss. Ich habe nur eine Lösungsmöglichkeit gegeben, die tatsächlich funktioniert. Und sollte diese nicht funktionieren, könnte er trotzdem einen Bugreport bei Paper/Spigot einstellen und auf ein Bugfix hoffen.
Ich habe das Gefühl, dass du einen regelrechten Hass auf Mojang hast.
Und da muss ich mich doch tatsächlich einmal schützend vor Mojang stellen. Tatsächlich haben wir mit der Java-Edition eine Minecraft-Variante, die sehr aktiv weiter entwickelt wird. Es gibt regelmäßige große Funktionsupdates und regelmäßig neuen Content. In diesen Umfang kenne ich kein anderes Spiel, welches das so hinbekommt.
Dass es dabei immer wieder ein paar Bugs gibt oder manche Sachen unperformanter laufen, kann durchaus vorkommen. Performance kann man meist nur im Live-Betrieb testen, daher kann ich auch Mojang keinen Vorwurf machen, wenn da mal ein Feature schlechter läuft.