• Bitte beachte, dass wir eine Serverliste sind!
    Wenn du ein Problem auf einem Server hast (z.B. Entbannantrag, etc), dann ist das Forum hier der falsche Ort.
  • Es freut uns dass du in unser Minecraft Forum gefunden hast. Hier kannst du mit über 130.000 Minecraft Fans über Minecraft diskutieren, Fragen stellen und anderen helfen. In diesem Minecraft Forum kannst du auch nach Teammitgliedern, Administratoren, Moderatoren , Supporter oder Sponsoren suchen. Gerne kannst du im Offtopic Bereich unseres Minecraft Forums auch über nicht Minecraft spezifische Themen reden. Wir hoffen dir gefällt es in unserem Minecraft Forum!

Server, aber kein Geld --> Warum haben wollen?

iTz_Proph3t

Das hier liest doch eh kein Schwein...
Moderator
Administrator
Registriert
24 Oktober 2012
Beiträge
1.347
Diamanten
1.452
Minecraft
iTz_Proph3t
Klar, solange es im Rahmen ihres Taschengeldes bleibt....(Taschengeldparagraph oder ähnliches gibt es ja)

Gut, dass wir darüber erst neulich eine Wirtschaft und Recht Ex geschrieben haben^^
Du meinst folgendes:


§110 BGB Bewirken der Leistung mit eigenen Mitteln
Ein von dem Minderjährigen ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters (im Normalfall die Eltern) geschlossener Vertrag gilt von Anfang an wirksam, wenn der Minerjährige die vertragsmäßige Leistung mit Mitteln bewirkt, die ihm zu diesem Zweck oder zur freien Verfügung von dem Vertreter oder mit dessen Zustimmung von einem Dritten überlassen worden sind.

Auch genannt, der Taschengeldparagraph, wie du es richtig gesagt hast^^
Auf gut Deutsch: Wenn du Taschengeld bekommst, oder z.B. Geburtstagsgeld übrig hast, darfst du damit alles kaufen, was du willst.
 
C

Chrisliebaer

Guest
So einfach ist das mit dem Taschengeldparagraphen nicht. Denn man darf nur Dinge erwerben, mit denen keine Pflichten einhergehen und das ist bei einem Server absolut nicht der Fall. Lest euch mal die Verträge durch, da sind einige Verpflichtungen enthalten, z.B. Haftung, Absicherung, etc.

Des weiteren handelt es sich hierbei nicht um einen Kaufvertrag, sondern um einen Mietvertrag und dazu muss man entweder voll Geschäftsfähig (18 Jahre) oder eingeschränkt Geschäftsfähig (mit Zustimmung der Eltern) sein. Ansonsten ist der Vertrag von Anfang an nichtig und damit nie geschlossen worden (das gilt um übrigen auch die Pflichten des Hosters, der ist in keiner Weise zu Ersatz von Schaden verpflichtet und kann daher auch den Server sofort abschalten).

In den meisten Fällen schießen sich die Hoster damit übrigens ins eigene Bein, denn wenn der Hoster nicht darlegen kann, wie er die Geschäftsfähigkeit geprüft hat, dann bleibt er am Ende sogar auf seinen Kosten sitzen. Wobei auch hier der umgekehrte Fall eintreten kann, wenn er z.B. durch Vorlage einer falschen Identität getäuscht wurde.

Und zu der Verantwortung. KEIN 13 Jähriger, kann mir erklären, dass er in diesem jungen Alter bereits weis, was Routing, MAC, IPv4/6, iptables, Kernel, etc. ist. Man kann sich zwar einbilden das alles schon verstanden zu haben, aber das halte ich für unmöglich. Dass man natürlich mit Linux "umgehen" kann und weiß, wie man z.b. die IP ändert oder den DNS Server einstellen kann, das zähle ich hier nicht darunter. Auch Webserver, FTP, SSH sind keine Probleme. Es geht darum, zu verstehen, WIE das Betriebsystem funktioniert und das ist bei Windows gleichwohl schwieriger, da viele teile vom Kernel nichtmal dokumentiert sind.

Die Sicherheit von einem Server lässt sich nicht einfach nach einem festen Schema durcharbeiten und dann ist das Ding sicher - Man muss schon wirklich genau alle Facetten des Betriebsystems kennen, denn bereits das Setzten von einem Sticky-Bit kann das System kompromitierbar machen. Das fängt bei der Shell an und geht durch den Netzwerkstack, das Rechtemanagment, Datenbankdiensten, Aufteilung von Rechenzeit (z.B. bzgl. DoS/DDoS), Dateisystem, Datensicherheit, Kernel, etc.

Und vor allem braucht es einfach Erfahrung und die bekommt man nicht ohne Ausbildung oder Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Admin (nein, nicht der große Bruder) oder z.B. das Umgehen der Filterregeln in der Schule (allerdings nicht mit billigen Webproxies). Der Trick ist aus den Fehlern von anderen zu lernen. Wenn man nach wenigen Minuten Analyse eines Netzwerks sofort 5 Ideen hat, wie man es umgehen oder kompromitieren könnte, dann - so würde ich behaupte - hat man wirklich verstanden.

Klar kommt man auch mit weniger klar, aber das ist dann halt kein solides Sicherheitskonzept, sondern baut halt darauf auf, dass keiner kommt, der sich besser auskennt.

Aber mit der Meinung steh ich hier bestimmt eher alleine da, da ja jeder der Meinung ist, dass er der beste ist oder jemanden kennt, der den Server administriert. Und außerdem ist Nitrado ja so teuer und überhaupt, Linux ist ja nicht so kompliziert...

Just my 2 cents
 
C

C64

Guest
So einfach ist das mit dem Taschengeldparagraphen nicht. Denn man darf nur Dinge erwerben, mit denen keine Pflichten einhergehen und das ist bei einem Server absolut nicht der Fall. Lest euch mal die Verträge durch, da sind einige Verpflichtungen enthalten, z.B. Haftung, Absicherung, etc.

Des weiteren handelt es sich hierbei nicht um einen Kaufvertrag, sondern um einen Mietvertrag und dazu muss man entweder voll Geschäftsfähig (18 Jahre) oder eingeschränkt Geschäftsfähig (mit Zustimmung der Eltern) sein. Ansonsten ist der Vertrag von Anfang an nichtig und damit nie geschlossen worden (das gilt um übrigen auch die Pflichten des Hosters, der ist in keiner Weise zu Ersatz von Schaden verpflichtet und kann daher auch den Server sofort abschalten).

In den meisten Fällen schießen sich die Hoster damit übrigens ins eigene Bein, denn wenn der Hoster nicht darlegen kann, wie er die Geschäftsfähigkeit geprüft hat, dann bleibt er am Ende sogar auf seinen Kosten sitzen. Wobei auch hier der umgekehrte Fall eintreten kann, wenn er z.B. durch Vorlage einer falschen Identität getäuscht wurde.

Und zu der Verantwortung. KEIN 13 Jähriger, kann mir erklären, dass er in diesem jungen Alter bereits weis, was Routing, MAC, IPv4/6, iptables, Kernel, etc. ist. Man kann sich zwar einbilden das alles schon verstanden zu haben, aber das halte ich für unmöglich. Dass man natürlich mit Linux "umgehen" kann und weiß, wie man z.b. die IP ändert oder den DNS Server einstellen kann, das zähle ich hier nicht darunter. Auch Webserver, FTP, SSH sind keine Probleme. Es geht darum, zu verstehen, WIE das Betriebsystem funktioniert und das ist bei Windows gleichwohl schwieriger, da viele teile vom Kernel nichtmal dokumentiert sind.

Die Sicherheit von einem Server lässt sich nicht einfach nach einem festen Schema durcharbeiten und dann ist das Ding sicher - Man muss schon wirklich genau alle Facetten des Betriebsystems kennen, denn bereits das Setzten von einem Sticky-Bit kann das System kompromitierbar machen. Das fängt bei der Shell an und geht durch den Netzwerkstack, das Rechtemanagment, Datenbankdiensten, Aufteilung von Rechenzeit (z.B. bzgl. DoS/DDoS), Dateisystem, Datensicherheit, Kernel, etc.

Und vor allem braucht es einfach Erfahrung und die bekommt man nicht ohne Ausbildung oder Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Admin (nein, nicht der große Bruder) oder z.B. das Umgehen der Filterregeln in der Schule (allerdings nicht mit billigen Webproxies). Der Trick ist aus den Fehlern von anderen zu lernen. Wenn man nach wenigen Minuten Analyse eines Netzwerks sofort 5 Ideen hat, wie man es umgehen oder kompromitieren könnte, dann - so würde ich behaupte - hat man wirklich verstanden.

Klar kommt man auch mit weniger klar, aber das ist dann halt kein solides Sicherheitskonzept, sondern baut halt darauf auf, dass keiner kommt, der sich besser auskennt.

Aber mit der Meinung steh ich hier bestimmt eher alleine da, da ja jeder der Meinung ist, dass er der beste ist oder jemanden kennt, der den Server administriert. Und außerdem ist Nitrado ja so teuer und überhaupt, Linux ist ja nicht so kompliziert...

Just my 2 cents

Ein wunderbarer Text, aber leider wird sich gerade die Zielgruppe einen Dreck drum scheren. Es ist vergebene Liebesmühe, auf ein Thema so detailiert einzugehen (zumindest zu 99,9%), da die einen es eh schon wissen, und die andren es nicht interessiert.
Hierzu ein Zitat:

Sehr Geehrter LachCraft,

das verhalten des Linuxsystem intersiert mich eig. nicht...!
Warum muss Linux problemme mit screen machen?

In diesem Sinne
 
C

Chrisliebaer

Guest
Ich bin sicher, dass der Beitrag zumindest von manches gelesen wird. Man ist halt jung und die älteren Wissen es eh nicht besser. Ich möchte auch nicht sagen, dass ich da anderst war, aber einen eigenen Root-Server habe ich nicht betrieben. Der eine oder andere wird sich bestimmt danach nochmal überlegen, ob er nicht vielleicht doch lieber in einer VM rumspielt, wo er in Ruhe lernen kann.



Hab mal den Beitrag rausgesucht, aus dem dein Zitat stammt. Einfach herrlich sich das komplett durchzulesen. Da werden einfach wild Befehle um sich geworfen und ein init.d Script für alle schreibbar gemacht (what could possibly go wrong).
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Oben