Mit gutem Konzept gilt das "genau so gut". So weiter machen wie bisher, nur ohne nicht-EULA-konforme Angebote, wird natürlich nicht funktionieren.
Auch mit gutem Konzept ist der Gewinn weit höher und für die meisten erst nennenswert hoch genug (, wenn die eigenen Verluste auf ein tragbareres Maß gesenkt werden), wenn du tatsächlich etwas verkaufst, was es sich zu kaufen lohnt.
Es würde nicht weniger einem gewissen Maß an Logik entsprechen, dass der Verkauf von optischen Änderungen viel eher einer Abzocke entspricht, als der Verkauf von Vorteilen, da man mit Partikeln und Krimskrams nichts Vernünftiges für sein Geld bekommt.
Bei vielen sieht und hört man aber auch, dass sie einfach völlig darauf gesetzt haben, dass Mojang nichts unternimmt nach der EULA-Änderung. Diejenigen sind dann oft die, die am lautesten und mit den wenigstens Argumenten wettern.
Also das am wenigsten nennenswerte Argument, das gebracht wurde, bleibt meiner Meinung nach, worauf du geantwortet hattest: Man hatte ja lange genug Zeit sich vorzubereiten.
Sicher hat die Mehrheit der Leute die jetzt wettern darauf gehofft, dass die EULA niemals durchgesetzt werden wird, ich sage einzig, dass diese Leute dazu allen Grund hatten und haben.
Im deutschen Raum sind es vermutlich nicht so viele, aber international ist "einige" sogar untertrieben. Da der Durchschnitt von vielen nicht ernst zu nehmenden, zum Scheitern verurteilten Projekten weit nach unten gezogen wird, ist der durchschnittliche Server wohl ein Verlustgeschäft, ja. Aber die meisten seriösen Server, vor allem auf internationalem Niveau generieren große Gewinne.
Nun, da Mojang keine Abgrenzung zwischen den Server vornimmt, sind auch nicht ernst zu nehmende Server in der zu beachtenden Menge enthalten.
Mit sagenumwogenen, internationalen Servern habe ich wenig zu tun, aber es ändert nichts an meiner Meinung. Ob der Gewinn Profit bringt, oder nur die Verluste mindert, er ist meiner Meinung nach je nach wirtschaftlichem Engagement angemessen und genauso wenig zu verurteilen, wie die Methoden, die ihn erzeugen.
Sag mir doch einmal: Gibt es jetzt einen besonders spannenden MMORPG-Server mit komplexer Story (

) und der Server verkauft Komplettlösungen, darf er das?
Komplettlösungen sind ja ganz klar für ihre Käufer von Vorteil.
Aber mit dem Minecraftserver an sich stehen sie ja nicht einmal in (technischem) Kontakt.
Was ist wenn diese Lösungen sogar in Heftform gekauft werden können, ist das dann vom Prinzip der Einschränkungen der EULA her etwas anderes?
Oder wenn nun ein Spieler selbst, nicht der Serverbetreiber, sich entscheidet, Komplettlösungen anzufertigen und zu verkaufen?
Kann man nun nicht kontrollieren, wer und welcher Inhalt tatsächlich hinter dem Kauf steckt, was man vermutlich nicht kann, verbietet man dann eimfach möglichst jedem alles um jedwedem Risiko zu entgehen?
Meine Fresse, dann verkaufe ich eben Partikel und Farben im Chat und der Spieler kann sie InGame in einem Shop gegen Ingame-Geld eintauschen, hat sich auch nichts geändert.
Wie ich SpiritWalker verstanden habe, mit dem Mangel an einer konkreten Grenze:
Was erlaubt ist und was nicht ist nun sehr unausgewogen und stark verallgemeinert und wenn geändert werden darf, was immer Mojang ändern will, wie könnte man sich sicher sein, dass Mojang immer im moralischen Interesse seiner Nutzer handelt.
So und so weiter könnte man argumentieren, wenn man gegen den Inhalt der EULA-Änderungen ist und würde mMn Recht behalten.
Aber schon die Änderung an sich, ob zwei Jahre lang nicht durchgesetzt oder nun verschärft durchgesetzt,
sind mMn unangemessen, obwohl ich wie gesagt niemals einen Shop hatte.
Und die Beschwerden derjenigen zu verunklimpfen, die sich damir nicht anfreunden wollen oder können, indem man ihnen das Recht oder den Grund zur Beschwerde verweigern will, ist noch weit unangemessener.