Ich denke auch noch immer, dass Spenden oftmals verdient, aber selten zu erwarten sind.
Der große Minigames Server steht dann für den Fußballverein weil er professioneller aufgebaut ist und mehr bieten (mehr Spieler, mehr Fun, etc.).
Gutes Beispiel: Die riesigen Servernetzwerke scheffeln Geld durch den Verkauf von Vorteilen und dekorativen Extras, oftmals unversteuert. Diese Gelder sind aber nicht mit ehrlichen Spenden zu verwechseln. Meiner Meinung nach zeichnet sich eine Spende dadurch aus, dass sie als freiwilliger Beitrag zu werten ist, aus Dankbarkeit, oder dem Wunsch etwas beizutragen, der vom Spender ausgeht. Dementsprechend verliert eine Spende an moralischem Wert, wenn sie erwartet ist.
Wenn du dagegen den obigen Kauf von speziellen Rängen, Rechgen, Accesoires etc. meinst, dann ist das eher zu erwarten als Spenden. Nichtsdestotrotz müssten diese dann (meines Wissens, wobei sich dazu so umfangreich geäußert wird, dass ich eher unsicherer werde) versteuert werden.
Unabhängig davon sind nennenswerte Spenden bei Spielern > 500-1000 zu erwarten. Auch die tragen allenfalls zur leichten Minderung des Verlustgeschäfts Minecraftserver bei.
Denn mit der Spielerzahl und dem Angebot steigen die Kosten für die Serverleitung.
Dazu kommt noch, dass meiner Meinung nach große Minigamenetzwerke weniger Professionalität, Struktur und Support brauchen als "sonstige" Server- und Netzwerkarten. Kaum kommt ein Spielmodus gut an, wird er nachgescriptet und veröffentlicht. Developer zu unterhalten bietet also auf dieser Basis nur einen (teilweise natürlich imensen) Zeitvorteil.
Neben allen sonstigen Argumenten ist noch immer klar, dass es "den nächsten großen Minigameserver" nicht gibt. Die Konkurrenz ist quantitativ und qualitativ zu stark, ein erfolgreicher Start etwa genauso wahrscheinlich wie der Jackpot im Lotto, oder den nächste 5.000.000 Abonnenten-Erfolg auf YouTube zu erreichen.
Dementsprechend sind auch mögliche Spenden zu erwarten.
Ich muss sagen, man lässt sich viel zu schnell dazu verleiten eine Diktatur aufzubauen.... Warum? Weil man es wahrscheinlich nicht ertragen kann Aufgaben abzugeben, weil man denkt dass sein Server, den man mit Herzblut aufgebaut hat, eventuell zugrunde gehen könnte, wenn man nicht in der Lage ist seinem Team die richtigen Werte und Ziele zu vermitteln.
Das vermitteln der richtigen Werte und Ziele ist Meinungssache. Damit meine ich erstens, dass es fragwürdig ist, ob man für das eigene Team eine Art erzieherische Verantwortung hat und zweitens, dass es fragwürdig ist, ob jeder die Auffassung der "richtigen Werte und Ziele" teilt.
Meiner Meinung nach ist eine "Diktatur" unter den richtigen Vorraussetzungen die beste nur mögliche Wahl für eines Leitungsprinzip eines Minecraftservers. Bedingung Nummero eins ist natürlich der richtige Serverleiter.
Ich persönlich favorisiere aber eine Abwandlung der reinen Diktatur in die Form einer klaren Teamhierarchie, die Teamler, gemessen an Kompetenz, Arbeit, Erfahrung und Dauer in eine feste Rangordnung aufteilt. Anweisungen eines Höherangigen können nur von einem noch-Höherangigen widerrufen werden. Natürlich ist hierbei auch das nötige Teamverständnis gefragt, denn zu soetwas sollte es garnicht kommen. Nach dieser Rangordnung bleibt natürlich der Serverleiter auf der Rechtebasis einens Diktators, denn selbst wenn jeder anderer Meinung ist, er ist ganz oben und hat damit das letzte Wort.
Wo ist das Problem?
Verbietet die Serverleiterdiktatur, den Spielern und dem Team eigene Vorschläge und Meinungen einzubringen?
Nein.
Verbietet sie dem Serverleiter, zusätzliche Meinungen einzuholen?
Wohl kaum.
Greift ein Serverleiter auf sein Recht des letzten Wortes zu, um einer entgegengestellten allgemeinen Meinung zu widersprechen?
Natürlich nur dann, wenn es nach Ansicht des Leiters zwingend notwendig ist.
Warum man sich dazu verleiten lässt, eine Diktatur auf dem Server aufzubauen?
Weil obige Struktur die effizienteste und fähigste ist, die man sich nur vorstellen kann, theoretisch und praktisch.
Wie oben angemerkt ist es höchst fragwürdig, was richtige Werte und Ziele sein sollen. Hierbei sage ich ganz offen, dass mir Effizienz, Kompetenz, sowie fähiges und entschiedenes Handeln auf einem Minecraftserver klar wichtiger sind als die Demokratie. Zumal (anders als in der Politik) der Erfolg des Serverleiters daran gemessen wird, wie gut er und sein Team in der Lage sind, den Wünschen und Ansprüchen der Spieler nachzukommen.
Wenn man sich Durchschnittsalter und Verhalten der überwiegenden Anzahl von Minecraftspielern anschaut, würde eine tatsächliche Demokratie viel eher in Chaos oder Dystopie enden, als eine Diktatur auf dem Minecraftserver.
Die vermutlich von dir gemeinte pseudo-Demokratie, in der wiederum im Team jeder gleiche Stimmwertung hat, die Spielermeinungen aber allenfalls auf die sinnvollen heruntergebrochen werden (, was damit den eigentlichen Demokratiesinn entfremdet, swenn wir schon bei "richtige Werte und Ziele" sind), dagegen, ist eben erstens nicht wirklich wertvoll im Sinne der Demokratie und zweitens ineffizient, langsam, inkompetent und instabil. Zumal nunmal mangelnde Erfahrung in der Mehrheit nicht dazu führt, ausgeprägte Erfahrung aufwiegen zu können.
Natürlich immer unter obigen Vorraussetzungen für die Server-Diktatur, bleibt damit die Serverstaatsform Minecraftdiktatur etabliert

... (Nicht nur aus Sicht des Diktators selbst)